30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Straßen und mehr Platz
Paul Fischer30.000 Radfahrer fordern bei Berlins Sternfahrt sichere Straßen und mehr Platz
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer strömten am Sonntag auf Berlins Straßen, um an der jährlichen Sternfahrt teilzunehmen. Bei der vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierten Veranstaltung trafen sich die Teilnehmenden am Großen Stern und der Siegessäule – ausgehend von etwa 20 verschiedenen Routen durch die Stadt.
Die Sternfahrt ist seit langem ein Protest für bessere Radbedingungen in der Hauptstadt. Jährlich meldet der ADFC die Aktion an, sodass Radfahrerinnen und Radfahrer vorübergehend Straßen und Autobahnen nutzen können, die sonst vom Autoverkehr dominiert werden. In diesem Jahr mussten Autofahrer mit Umleitungen rechnen, da Abschnitte der Strecke für den Verkehr gesperrt waren.
Familien mit Kindern schlossen sich dem Zug an, der sich durch die Stadt schlängelte. Viele weitere Radler stießen unterwegs dazu und vergrößerten die Gruppe noch.
Marlene Alber, Politikberaterin beim ADFC Berlin, nutzte die Veranstaltung, um dringende Verbesserungen zu fordern. Sie betonte, dass Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel sein müsse – nicht nur bei Protesten. Alber forderte zudem mehr Mittel für die Radinfrastruktur und warnte vor Kürzungen oder einer Verwässerung bestehender Pläne.
Die Sternfahrt unterstrich die anhaltenden Forderungen nach besseren Radwegen und sichereren Straßen in Berlin. Mit 30.000 Teilnehmenden machten die Organisatoren deutlich, dass das Radfahren in der Verkehrsplanung Priorität haben sollte. Der ADFC setzt sich weiterhin für konkrete Änderungen in der Berliner Verkehrspolitik ein.






