23 May 2026, 14:06

30 Autor:innen verlassen Westend Verlag nach AfD-naher Buchveröffentlichung

Autoren Distanzieren Sich vom Verlag

30 Autor:innen verlassen Westend Verlag nach AfD-naher Buchveröffentlichung

Eine Gruppe von 30 Autor:innen hat sich öffentlich von ihrem Verlag, dem Westend Verlag, distanziert – Anlass ist ein neu erschienenes Buch. Der Titel Links – deutsch / Deutsch – links enthält Beiträge von Personen, die der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) nahestehen. Die Schriftsteller:innen werfen dem Verlag eine ideologische Kehrtwende vor und kündigten an, die Zusammenarbeit zu beenden.

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Der Streit entbrannte, nachdem der in Neu-Isenburg bei Frankfurt ansässige Westend Verlag das von Julian Reichelt und Pauline Voss herausgegebene Buch veröffentlicht hatte. Kritiker:innen argumentieren, dass die Publikation das Verlagsprogramm in rechtsextremes Fahrwasser lenke. Viele der Unterzeichner:innen, darunter Autor:innen der taz und der ehemalige linke Politiker Gregor Gysi, verurteilten die Positionen der AfD als Gefahr für die Demokratie.

Die Autor:innen anerkannten zwar das Recht des Verlages, das Buch zu veröffentlichen, bestanden jedoch auf ihrem eigenen Recht, sich davon zu distanzieren. Sie behaupten, die Entscheidung stelle einen ideologischen Bruch für Westend dar, der bisher für progressive Stimmen bekannt war.

Der Verlag verteidigte seine Wahl mit dem Hinweis, eine offene Debatte erfordere vielfältige und gegensätzliche Perspektiven. Die Autor:innen bleiben jedoch bei ihrer Haltung und haben erklärt, künftig nicht mehr bei dem Haus zu publizieren.

Der offene Brief markiert einen deutlichen Bruch zwischen den Schriftsteller:innen und dem Westend Verlag. Der Verlag muss nun damit rechnen, langjährige Autor:innen durch die Entscheidung zu verlieren, rechtsextrem geprägte Texte in sein Programm aufzunehmen. Die Entwicklung wird voraussichtlich künftige redaktionelle Entscheidungen des Verlages prägen.

Quelle