77 Prozent der Deutschen wollen Hitzefrei für Arbeitnehmer bei über 35 °C
Lukas Hoffmann77 Prozent der Deutschen wollen Hitzefrei für Arbeitnehmer bei über 35 °C
Eine aktuelle Umfrage zeigt eine starke öffentliche Unterstützung für die geplante Einführung eines „Hitzefrei“-Modells in Deutschland. Die Idee sieht vor, dass Beschäftigte in heißen Arbeitsumgebungen nach Hause gehen dürfen, sobald die Temperaturen über 35 °C steigen. Die Mehrheit der Befragten befürwortet die Maßnahme – mit deutlichen Unterschieden zwischen den politischen Lagern.
Die Erhebung wurde zwischen dem 26. und 29. Juni 2026 durchgeführt und umfasste 1.009 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Ergebnisse zeigen, dass 77 Prozent der Deutschen den Vorschlag für hitzebedingte Freistellungen unterstützen.
Die Zustimmung variierte dabei je nach politischer Ausrichtung: Anhänger der Linken zeigten mit 94 Prozent die höchste Zustimmung. Bei den Wählern der rechtspopulistischen AfD fiel die Unterstützung geringer aus, lag aber mit 67 Prozent dennoch deutlich in der Mehrheit. Nur 20 Prozent aller Befragten lehnten die Regelung komplett ab.
Laut dem Vorschlag sollen Beschäftigte, die im Freien oder in nicht klimatisierten Räumen arbeiten, bei extremer Hitze nach Hause geschickt werden. Ziel ist es, sie vor gesundheitlichen Risiken durch hohe Temperaturen zu schützen.
Die Ergebnisse unterstreichen einen breiten gesellschaftlichen Konsens für die Einführung von Hitzefrei. Die Regelung könnte die Arbeitsbedingungen in den Sommermonaten grundlegend verändern. Arbeitgeber und Politiker könnten nun konkrete Schritte zur Umsetzung prüfen.
