18 April 2026, 22:03

ADFEST-Diskussion zeigt: Kreativität braucht Mut, Geduld und Menschlichkeit

Plakat mit zwei Menschen, die sich umarmen, und dem Text "Style ist ein größeres soziales Kapital als Schönheit" in fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund mit einem hellblauen Rand.

ADFEST-Diskussion zeigt: Kreativität braucht Mut, Geduld und Menschlichkeit

Führende Kreativschaffende diskutieren bei ADFEST über die Neuausrichtung moderner Kreativität

Eine Runde renommierter Kreativfrauen traf sich auf dem ADFEST, um zu ergründen, was die zeitgenössische Kreativbranche prägt und verändert. Moderiert von Lucia Ongay, Mitbegründerin der Gerety Awards, tauschten sich die Jurymitglieder Pannarai Juanroong, Anna Fawcett und Shruthi Subramaniam über unkonventionelle Wege der Inspiration, Zielgruppenansprache und die Rolle der Technologie in kreativen Prozessen aus. Ihre Perspektiven stellten gängige Herangehensweisen infrage und eröffneten neue Denkansätze.

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Shruthi Subramaniam plädierte dafür, dass Kreativität nicht stets logischer Stringenz folgen müsse. Stattdessen ermutigte sie Fachleute, die Idee zu akzeptieren, dass "nicht alles immer einen Sinn ergeben muss" – nur so ließen sich ungenutzte Potenziale erschließen. Gleichzeitig warnte sie davor, in sichere Bahnen zu verfallen, indem man mit vorhersehbaren Konzepten die falschen Zielgruppen anspreche.

Anna Fawcett betonte, dass Technologie den kreativen Prozess niemals dominieren dürfe. Vielmehr müsse die Inspiration den Ausgangspunkt bilden, während digitale Werkzeuge der Vision dienen sollten – statt sie vorzugeben. Die Diskutantinnen hoben zudem den Wert von konstruktiver Reibung hervor: Konflikte in der Auseinandersetzung könnten Ideen schärfen und auf ein höheres Niveau heben.

Subramaniam setzte sich außerdem für kollektive Intuition und radikale Einfachheit ein. Diese Ansätze, so ihre Überzeugung, ermöglichen es kreativen Arbeiten, tiefer mit menschlichen Emotionen zu resonieren. Die Gerety Awards – ausschließlich von Frauen in Führungspositionen juriert – wurden dabei als Maßstab für ein neues Verständnis von Zielgruppenwirkung gewürdigt.

Am Ende der Session einigten sich die Rednerinnen auf drei zentrale Prinzipien: Kreativität erfordert Geduld, Mut und ein ausgeprägtes Gespür für Menschlichkeit. Zudem unterstrichen sie, dass der Schutz mutiger Ideen – selbst durch kontroverse Debatten – diese zur Exzellenz treibe.

Die Diskussion beim ADFEST bot eine erfrischende Perspektive darauf, wie Kreativität jenseits traditioneller Grenzen gedeiht. Mit Fokus auf emotionale Tiefe, intuitive Zusammenarbeit und furchtloses Experimentieren wies das Panel den Weg für zukünftiges kreatives Schaffen. Die Schlussfolgerungen deuteten auf einen Wandel hin – weg von schematischen Mustern, hin zu authentischem, menschenzentriertem Storytelling.

Quelle