15 May 2026, 12:21

AfD gewinnt in Umfragen, scheitert aber bei Kommunalwahlen im Osten

Zwei Personen stehen vor einer Menge, eine hält einen Stock, auf einem Papier mit deutschen Niederlage Details.

AfD gewinnt in Umfragen, scheitert aber bei Kommunalwahlen im Osten

Die AfD hat in bundesweiten Umfragen zugelegt, musste aber bei jüngsten Kommunalwahlen in Ostdeutschland Rückschläge hinnehmen. Trotz starker regionaler Unterstützung gewann die Partei in diesem Jahr nur zwei von 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen. Unterdessen widmet sich ein politischer Podcast dem Aufstieg der AfD und den Herausforderungen, die sie für die etablierten Parteien darstellt.

In Sachsen-Anhalt liegt die AfD derzeit bei 41 Prozent in den Umfragen, in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 Prozent. Bundesweit hat sie die CDU/CSU in aktuellen Erhebungen um zwei bis drei Prozentpunkte überholt. Doch bei lokalen Wahlen bleibt ihr Erfolg begrenzt.

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Ein solcher Misserfolg ereignete sich bei der Kreistagswahl im Landkreis Uckermark. Dort verteidigte die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk ihren Sitz gegen den AfD-Kandidaten Felix Teichner und gewann mit klarem Vorsprung. Im Wahlkampf wies Dörk Debatten über eine politische „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung zurück und setzte stattdessen auf ihre Bilanz und Kompetenz. Teichner hingegen präsentierte sich mit weicherem Image – er spielte bei Wahlkampfveranstaltungen sogar Lieder des linkseingestellten Volksmusikers Hannes Wader auf dem Klavier.

Die jüngste Folge von Bundestalk, einem wöchentlichen Politik-Podcast, der auf Spotify, Deezer, iTunes und der eigenen Website verfügbar ist, analysiert, wie der wachsende Einfluss der AfD eingedämmt werden kann. Die Diskussion beleuchtet auch, was der Aufstieg der Partei für die deutsche Politiklandschaft bedeuten könnte. Daten zeigen zudem, dass nur ein kleiner Teil der Wähler, die CDU und CSU den Rücken kehren, zur AfD wechselt. Eine größere Gruppe scheint sich stattdessen linken Parteien zuzuwenden oder den Gang zur Wahl zu verweigern.

Die gemischten Ergebnisse der AfD verdeutlichen eine Kluft zwischen ihrer regionalen Beliebtheit und ihrer Fähigkeit, lokale Wahlerfolge zu erzielen. Zwar bleiben ihre Umfragewerte in den ostdeutschen Bundesländern hoch, doch die jüngsten Wahlen deuten auf Schwierigkeiten hin, Unterstützung in politische Ämter umzumünzen. Die weitere Entwicklung der Partei – und die Reaktion der etablierten Konkurrenten – wird die politischen Debatten in Deutschland in den kommenden Monaten prägen.

Quelle