AfD scheitert an Ablehnung: 58 Prozent gegen Regierungsbeteiligung trotz starker Umfragewerte

Beatrix Fiebig
Beatrix Fiebig
2 Min.
Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.Beatrix Fiebig

Umfrage: Fast ein Drittel unterstützt AfDs Rolle in der Regierung, wenn sie in Bundesländern gewinnt - AfD scheitert an Ablehnung: 58 Prozent gegen Regierungsbeteiligung trotz starker Umfragewerte

Die anstehenden Landtagswahlen in Deutschland haben eine Debatte über die mögliche Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen AfD ausgelöst. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Wähler eine Koalition der Partei auf Landesebene ablehnt – selbst wenn sie die meisten Stimmen erhält. Zwischen März und September finden in fünf Bundesländern Wahlen statt, beginnend mit Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Laut der Erhebung lehnen 58 Prozent der Deutschen es ab, dass die AfD als führende Kraft in eine Landesregierung einzieht. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung bei älteren Wählern: 67 Prozent der über 70-Jährigen sprechen sich dagegen aus. Doch auch unter jungen Wählern gibt es Widerstand – 62 Prozent der 18- bis 29-Jährigen lehnen eine AfD-Beteiligung ab, während 24 Prozent in dieser Altersgruppe sie befürworten.

Regionale Unterschiede werden in den Daten deutlich: Im Westen Deutschlands sprechen sich 60 Prozent gegen eine AfD-Teilnahme aus, im Osten sind es 49 Prozent. Die höchste Zustimmung kommt aus der Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen, wo 37 Prozent die Partei in einer Regierung sehen möchten.

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigt sich keine der etablierten Parteien bereit, mit der AfD eine Koalition einzugehen. CDU, Grüne, SPD und FDP halten an einer klaren Abgrenzung fest und verweisen auf die Einstufung der AfD als rechtsextrem. Gleichzeitig sind 44 Prozent der Befragten der Meinung, die CDU solle ein Bündnis mit der Linken eingehen, um die AfD auszuschließen – 43 Prozent lehnen diesen Ansatz jedoch ab.

Die Wahlen finden in Baden-Württemberg am 8. März und in Rheinland-Pfalz am 22. März statt. Es folgen Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im September.

Trotz einer Wählerunterstützung von 32 Prozent stößt die AfD auf starken Widerstand bei einer Regierungsbeteiligung. Die etablierten Parteien schließen eine Zusammenarbeit weiterhin aus, sodass der Weg der Partei an die Macht ungewiss bleibt. Die Wahlergebnisse werden zeigen, ob die AfD diese Hürden überwinden und eine Rolle in der Landesregierung sichern kann.

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