Aleph Alpha und Cohere fusionieren: Europas KI-Offensive gegen US-Techgiganten
Moritz MüllerAleph Alpha und Cohere fusionieren: Europas KI-Offensive gegen US-Techgiganten
Zwei KI-Unternehmen, Aleph Alpha und Cohere, haben in Berlin ihre Fusion bekannt gegeben – unterstützt von deutschen und kanadischen Regierungsvertretern. Das Vorhaben zielt darauf ab, einen globalen KI-Marktführer zu schaffen und die Abhängigkeit von US-amerikanischen Anbietern zu verringern. Digitalminister Karsten Wildberger bezeichnete den Schritt als "entscheidenden Schub für den Technologiestandort Deutschland".
Durch den Zusammenschluss werden Aleph Alphas europäische Expertise und Coheres fortschrittliche KI-Forschung gebündelt. Beide Unternehmen wollen gemeinsam souveräne KI-Lösungen für Regierung, Finanzwesen, Verteidigung, Energie, Telekommunikation und Gesundheitssektor entwickeln. Cohere-Chef Aidan Gomez betonte, die Partnerschaft garantiere Unternehmen und Behörden die volle Kontrolle über ihre Daten.
Die Schwarz Gruppe, ein zentraler Investor, stellt 500 Millionen Euro in strukturierter Finanzierung bereit und treibt das Vorhaben voran. Zudem entsteht in Lübbenau (Brandenburg) ein Rechenzentrum im Wert von 11 Milliarden Euro, um Europas Unabhängigkeit in der Cloud-Infrastruktur zu stärken. Die Gruppe will damit US-Schwergewichte wie Amazon Web Services und Microsoft Azure herausfordern.
Wildberger bewertete die Fusion als Schritt hin zu einem sicheren, wettbewerbsfähigen deutsch-kanadischen KI-Modell. Die Bundesregierung setzt auf engere Zusammenarbeit mit Kanada, um die Abhängigkeit von ausländischen KI-Anbietern zu reduzieren.
Das Joint Venture konzentriert sich auf die Entwicklung von KI-Tools, die strenge Anforderungen an Datensouveränität erfüllen. Mit der Investition der Schwarz Gruppe und staatlicher Förderung will die Partnerschaft als führende europäische Alternative etabliert werden. Erste Projekte sollen in den kommenden Jahren in Schlüsselbranchen an den Start gehen.






