05 June 2026, 12:49

Anonymer Brief entfacht Machtkampf am Stadttheater Fürth

Anonymes Schreiben im Fürther Stadt Theater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief entfacht Machtkampf am Stadttheater Fürth

Ein anonymer Brief hat tiefe Besorgnis über die Führung des Stadttheaters Fürth ans Licht gebracht. In dem Schreiben wird Dr. Silvia Stolz, die seit November 2023 als künstlerische Leiterin des Theaters amtiert, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Mitarbeiter beschreiben eine Kultur der Angst, des Misstrauens und des psychologischen Drucks unter ihrer Leitung.

Der Brief gibt vor, die Meinung von 25 festangestellten Mitarbeitern widerzuspiegeln, ohne jedoch Namen zu nennen. Er zeichnet ein düsteres Bild des Arbeitsalltags und wirft der Führung vor, die Belegschaft permanentem Stress und einem Mangel an Vertrauen auszusetzen. Trotz dieser Vorwürfe verzeichnet das Theater unter Dr. Stolz beachtliche Erfolge: In der Spielzeit 2024/2025 zählte es über 100.000 Besucher und verkaufte mehr als 95.000 Tickets.

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Der Dramaturg Udo Eidinger widersprach den im Brief erhobenen Vorwürfen und betonte, dieser spiegle nicht die Haltung der gesamten Belegschaft wider. Er verwies auf die laufenden Vorbereitungen für eine anstehende Premiere und hob hervor, dass viele Kollegen weiterhin engagiert und motiviert seien. Eidinger verteidigte zudem Dr. Stolz und argumentierte, ihre Leistungen gingen über das übliche Aufgabenfeld einer künstlerischen Leitung hinaus.

Der Theaterkurator Maurice Schönleben (SPD) sprach sich öffentlich für Dr. Stolz aus und lobte die Fortschritte des Theaters seit ihrem Amtsantritt. Seine Unterstützung steht in scharfem Kontrast zu den Vorwürfen des Briefes und vertieft die Spaltung zwischen den Kritikern der Führung und denen, die positive Veränderungen erkennen.

Der Konflikt stellt das Stadttheater Fürth vor eine ungewisse Zukunft. Während die Mitarbeiterzufriedenheit und die Glaubwürdigkeit der Führung auf dem Prüfstand stehen, stehen den Erfolgen bei Besucherzahlen und Ticketverkäufen Vorwürfe einer schädlichen Arbeitskultur gegenüber. Wie die Institution mit diesen gegensätzlichen Perspektiven umgeht, bleibt abzuwarten.

Quelle