05 June 2026, 12:40

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Intendantin in der Kritik

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Intendantin in der Kritik

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der Intendantin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Das nicht unterzeichnete Schreiben behauptet, die Meinung von 25 festangestellten Mitarbeitenden widerzuspiegeln, doch lässt sich seine Authentizität nicht überprüfen. Währenddessen laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere weiter – die Belegschaft ist gespalten zwischen Sorge und Engagement.

Dr. Stolz leitet das Theater seit November 2023. Unter ihrer Führung verzeichnet die Spielzeit 2024/2025 über 100.000 Besucher:innen und mehr als 95.000 verkaufte Tickets. Der Theaterkurator Maurice Schönleben (SPD) sprach ihr öffentlich seine Unterstützung aus, betonte die Fortschritte der Institution und bezeichnete sie als die richtige Person, um den Wandel des Hauses zu begleiten.

Auch der Dramaturg Udo Eidinger verteidigte Stolz. Er verwies auf ihre Erfolge bei der Stärkung der Verbindung des Theaters zur Stadt und der Verbesserung der Barrierefreiheit. Die Vorwürfe im Brief wies er zurück: Ein anonymes Schreiben könne nicht die gesamte Belegschaft repräsentieren. Eidinger fügte hinzu, dass Betroffene ihre Bedenken direkt äußern sollten, statt die Stimmung weiter anzuheizen.

Der Brief selbst beschreibt ein Arbeitsumfeld, das von Angst, Misstrauen und psychischem Druck geprägt sei. Während sich manche Mitarbeitende verunsichert zeigen und auf Klarheit warten, bleiben andere ihrem Berufsethos tief verbunden. Die Proben für die nächste Produktion laufen weiter – viele Teammitglieder bringen trotz des laufenden Konflikts Leidenschaft in ihre Arbeit ein.

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Die Theaterleitung steht zwar in der Kritik, doch die jüngsten Erfolge bei Besucherzahlen und Publikumresonanz sind unbestritten. Mit den laufenden Vorbereitungen für die Premiere rückt nun in den Fokus, wie die Institution die internen Spannungen bewältigen wird, ohne ihren künstlerischen Schwung zu verlieren.

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