31 March 2026, 00:03

Apotheke in Berlin-Britz schließt nach drastischer Mieterhöhung

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Innenwänden, an einer Straßenecke gelegen mit einer Straße unten sichtbar.

Apotheke in Berlin-Britz schließt nach drastischer Mieterhöhung

Die Farma-Plus-Apotheke im Berliner Stadtteil Britz schloss im Januar 2023 ihre Türen. Die Schließung erfolgte, nachdem der Mietvertrag auslief und die Mietkosten auf ein Niveau stiegen, das für das Unternehmen nicht mehr tragbar war. Trotz stabiler Kundenzahlen konnte der Inhaber die Vereinbarung unter den neuen finanziellen Bedingungen nicht verlängern.

Die Apotheke war seit 2009 unter dem Namen Farma-Plus ein fester Bestandteil des Viertels. Ihre Zukunft war bereits unsicher gewesen, da die Nachfolgeregelung einer nahegelegenen Arztpraxis ungelöst blieb. Als der Mietvertrag endete, machte eine drastische Mieterhöhung eine Verlängerung unmöglich – der Inhaber, Holger Thomas, sah sich gezwungen, den Standort zu schließen.

Sämtliche Mitarbeiter haben inzwischen neue Stellen gefunden. Thomas wird sich nun auf den Betrieb seiner verbleibenden Apotheke in einem örtlichen Einkaufszentrum konzentrieren. Die Schließung in Britz ist Teil eines bundesweiten Trends: Bis Ende 2025 war die Zahl der Apotheken in Deutschland auf 16.601 gesunken – der niedrigste Stand seit 1978. In städtischen Gebieten gab es zwischen 2017 und 2024 einen Rückgang um 26,4 %, während ländliche Regionen einen Rückgang von 18,8 % verzeichneten.

Besonders betroffen waren Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Thüringen, wo das Insolvenzrisiko in einigen Fällen um bis zu 46,7 % stieg. Viele Apotheken überlebten den Kostendruck nicht bis ins Jahr 2023 – belastet durch höhere Personalkosten und eine Erhöhung der Festbeträge für Leistungen.

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Die Schließung der Britzer Apotheke unterstreicht die finanziellen Herausforderungen, denen sich die deutsche Apothekenbranche gegenübersieht. Angesichts steigender Mieten und Betriebskosten könnte es für immer mehr Betriebe schwierig werden, wirtschaftlich zu überleben. Die Entwicklung führt zu weniger lokalen Versorgungsmöglichkeiten für Patienten in den betroffenen Gebieten.

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