Avignon-Festival feiert koreanische Bühnenkunst als erste asiatische Gastsprache
Lukas HoffmannAvignon-Festival feiert koreanische Bühnenkunst als erste asiatische Gastsprache
Das 80. Avignon-Festival hat Koreanisch als offizielle Gastsprache für die diesjährige Sommerausgabe gewählt. Damit wird erstmals eine asiatische Sprache in das Programm des renommierten Festivals aufgenommen. Neun Werke von sieben koreanischen Künstlern stehen im Mittelpunkt der prestigeträchtigen Veranstaltung.
Die Initiative „Gastsprache“ des Festivals lenkt den Fokus auf darstellende Künste, die mit einer bestimmten Sprache verbunden sind. In früheren Ausgaben wurden bereits Englisch, Spanisch und Arabisch präsentiert. Das diesjährige koreanische Programm entstand in Zusammenarbeit mit dem Korea Arts Management Service und dem Seoul Performing Arts Festival.
Zu den ausgewählten Werken zählen Lee Kyung-sungs Inselgeschichte (Island Story), Lee Jin-yeobs Mulji sowie Lee Jar-rams Schnee, Schnee, Schnee (Snow, snow, snow). Zudem wird Liquid Sounds KIN: Yeonhee Project 1 aufgeführt. Ein weiteres Highlight ist die szenische Lesung von Han Kangs Wir trennen uns nicht (We Do Not Part) mit der Schauspielerin Lee Hye-young.
Die Regisseurin Koo Ja-ha bringt gleich drei Produktionen nach Avignon: Kuckuck (Cuckoo), Die Geschichte des koreanischen Westtheaters (The History of Korean Western Theatre) und Haribo Kimchi. Die zeitgenössische Tänzerin Her Sung-im präsentiert 1 Grad Celsius – ein Stück, das sich mit ökologischen Herausforderungen auseinandersetzt.
Das Festival findet diesen Sommer mit einem starken koreanischen Akzent statt. Die neun gezeigten Werke führen das internationale Publikum in die Vielfalt der koreanischen Bühnenkunst ein. Die diesjährige Ausgabe erweitert das Programm der Gastsprachen über Europa und den Nahen Osten hinaus.






