Berlin reformiert Schulgesetz: Strengere Kontrollen und KI im Klassenzimmer
Moritz MüllerBerlin reformiert Schulgesetz: Strengere Kontrollen und KI im Klassenzimmer
Berlins Bildungssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen, nachdem der Senat einen Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes verabschiedet hat. Die neuen Regelungen sehen strengere Anwesenheitskontrollen, digitale Dokumentation und den Einsatz von künstlicher Intelligenz an Schulen vor. Laut Behörden sollen damit die Lernerfolge verbessert und die Schulen auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden.
Der Gesetzentwurf führt mehrere zentrale Reformen ein. Künftig sollen Schulen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler systematischer erfassen – mithilfe standardisierter Tests und digitaler Instrumente. Dazu zählen elektronische Klassenbücher, digitale Zeugnisse und Schülerausweise, um die schulische Entwicklung lückenlos zu verfolgen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Schulschwänzen. Bei häufigen unentschuldigten Fehltagen können Schülerinnen und Schüler verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen. Die Maßnahme zielt darauf ab, mögliche Kindeswohlgefährdungen zu erkennen, chronisch kranke Kinder sind davon jedoch ausgenommen.
Der Entwurf regelt zudem den Übergang auf weiterführende Schulen sowie den Einsatz von KI im Unterricht. Befürworter argumentieren, dass diese Schritte dazu beitragen, Wissenslücken früher zu identifizieren und Lehrmethoden wirksamer zu bewerten. Der Senat hat den Vorschlag nun an das Abgeordnetenhaus überwiesen, wo er weiter beraten und schließlich abgestimmt wird.
Falls das Gesetz verabschiedet wird, bringt es strengere Kontrollen und digitale Modernisierungen für Berlins Schulen mit sich. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Änderungen zu einer besseren Förderung der Schülerinnen und Schüler sowie zu verlässlicheren Bewertungen der Unterrichtsqualität führen. Die endgültige Entscheidung liegt in den kommenden Monaten beim Abgeordnetenhaus.






