Berliner SPD setzt im Wahlkampf auf Mietendeckel und Wohnungsnot als Hauptthema
Emma KochBerliner SPD setzt im Wahlkampf auf Mietendeckel und Wohnungsnot als Hauptthema
Wohnungskrise dominiert den Berliner Wahlkampf
Die Wohnungsnot in Berlin steht im Mittelpunkt des anstehenden Wahlkampfs. Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD, setzt auf explodierende Mieten und Wohnungsmangel als zentrale Themen seiner Partei. Gleichzeitig forderte er seinen CDU-Herausforderer Kai Wegner zu einem öffentlichen Tennismatch heraus – eine persönliche Note im politischen Kräftemessen.
Krach betonte, dass die Wohnungsfrage den SPD-Wahlkampf prägen werde. Er bezeichnete das Thema als „unser Kernthema für diese Wahl“ und verwies auf die Rolle seiner Partei bei der Einrichtung der Berliner Mietpreiskommission. Ein flächendeckendes Mietspiegelregister, das demnächst eingeführt werden soll, nannte er eine „bahnbrechende Entwicklung“ und einen „Game-Changer“ für Mieter:innen.
Die SPD drängt zudem auf eine Bundesklausel, die es Ländern ermöglichen soll, Mietpreisbremse wieder einzuführen. Krach forderte Wegner auf, die Position seiner Partei zu Mietobergrenzen direkt an Bundeskanzler Olaf Scholz und die CDU-Führung zu übermitteln.
Mit einer kämpferischen Geste lud Krach Wegner öffentlich zum Tennis ein – „überall“, wie er betonte, und erinnerte dabei an ein legendäres Match mit Günther Wünsch am 3. Januar. Die spitze Bemerkung verband er mit einer Warnung an Vermieter: Ab Anfang 2027 werden Mietkontrollbehörden Inspektionen durchführen, und Mietverträge müssen den Vorschriften entsprechen.
Der SPD-Wahlkampf wird sich nun auf Wohnungspolitik konzentrieren, mit Mietpreisbremse und Mieterschutz als zentrale Forderungen. Krachs Herausforderung an Wegner verleiht der Debatte eine persönliche Note, während seine Warnungen an Vermieter auf verschärfte Kontrollen hindeuten.






