Bistum Fulda verliert weiter Mitglieder – doch es gibt überraschende Lichtblicke
Moritz MüllerBistum Fulda verliert weiter Mitglieder – doch es gibt überraschende Lichtblicke
Das Bistum Fulda hat seine neuesten Mitgliederzahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht, die sowohl Rückgänge als auch leichte Zuwächse in verschiedenen Bereichen zeigen. Während die Zahlen bei Taufen und kirchlichen Trauungen sanken, stiegen die Firmungen deutlich an, und die Austrittszahlen gingen zurück.
Die Gesamtzahl der Katholiken im Bistum schrumpfte weiter – ein Trend, der sich in ganz Deutschland beobachten lässt.
Im Jahr 2025 verzeichnete das Bistum 1.481 Taufen, gegenüber 1.658 im Vorjahr. Auch die Erstkommunionen gingen leicht zurück: 2.218 Kinder empfingen das Sakrament, verglichen mit 2.263 im Jahr 2024. Gleichzeitig stiegen die Firmungen deutlich auf 1.801 – ein Anstieg um 290 gegenüber 2024.
Kirchliche Trauungen nahmen auf 346 ab (2024: 411), während die Zahl der Beerdigungen von 3.654 auf 3.475 sank. Die formalen Kirchenaustritte verringerten sich auf 4.975 (2024: 5.345). Die Wiederaufnahmen gingen leicht von 74 auf 67 zurück.
Trotz dieser Entwicklungen gab es einen kleinen Anstieg bei den Neueintritten: von 45 im Jahr 2024 auf 57 im Jahr 2025. Die wöchentliche Messbeteiligung blieb niedrig, aber stabil bei 8,8 % – ein minimaler Rückgang gegenüber 8,9 % im Vorjahr.
In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Katholiken im Bistum um etwa 12 % gesunken: von 462.000 im Jahr 2020 auf 406.000 Ende 2025. Dieser Rückgang entspricht dem bundesweiten Trend, bei dem andere Bistümer wie München-Freising, Köln und Berlin Verluste zwischen 10 % und 15 % verzeichneten. Ländlich geprägte Bistümer wie Bamberg erlebten sogar noch stärkere Einbrüche – ein Zeichen für die anhaltende Entwicklung in Deutschland, wo jährlich über 200.000 Menschen die Kirche verlassen.
Das Bistum Fulda zählt nun 317.416 Katholiken, 9.417 weniger als im Vorjahr. Zwar gab es Zuwächse bei Firmungen und Neueintritten, doch die meisten anderen Kennzahlen – darunter Taufen, Trauungen und die allgemeine Gottesdienstbeteiligung – gingen weiter zurück. Die Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen der Kirche, Mitglieder in ganz Deutschland zu halten.






