07 April 2026, 10:03

Brandenburg revolutioniert Professoren-Berufungen mit Rekordtempo

Titelblatt der 1873er Ausgabe der Universität Heidelberg mit Text- und Zahlenangaben zur Universitätsgeschichte.

Brandenburg revolutioniert Professoren-Berufungen mit Rekordtempo

Brandenburg will Professoren-Berufungen beschleunigen – Ziel: Schnellste in Deutschland

Die Landesregierung Brandenburgs treibt die Reform der Hochschulberufungen voran, um diese im bundesweiten Vergleich zu den schnellsten zu machen. Der Senat hat ein neues Hochschulgesetz verabschiedet, das Verzögerungen abbauen und Bürokratie abschaffen soll. Der Vorstoß folgt einer Vereinbarung aus dem Jahr 2025 mit der Universität Potsdam und der Hasso-Plattner-Stiftung.

Das Kabinett brachte kürzlich einen Gesetzentwurf auf den Weg, der die Einstellungsverfahren straffen soll. Derzeit dauert die Berufung eines Professors oder einer Professorin zwischen 12 und 24 Monate. Künftig soll dieser Prozess auf nur noch 6 bis 12 Monate verkürzt werden.

Die Reformen übertragen den Hochschulen zudem dauerhaft die Verantwortung für die Berufung und Beförderung von Professoren. Damit soll die exzellenzbasierte Personalgewinnung gestärkt und überflüssige Hürden abgebaut werden. Auch die Immatrikulationsverfahren für Studierende werden durch das neue System vereinfacht.

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Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, begrüßte die Pläne als "große Chance" für die brandenburgischen Hochschulen. Besonders das Hasso-Plattner-Institut (HPI) könnte profitieren – es strebt an, Europas führendes Zentrum für digitale Wissenschaften zu werden.

Zusätzlich fördert die Hasso-Plattner-Stiftung den Bau eines neuen Campus in Potsdam. Die Erweiterung passt in die landesweite Strategie, die Hochschullandschaft zu modernisieren und Spitzenforscher anzuziehen.

Das neue Gesetz markiert einen grundlegenden Wandel in Brandenburgs Hochschulpolitik. Durch kürzere Bearbeitungszeiten und weniger Bürokratie will das Land seine akademische Wettbewerbsfähigkeit steigern. Die Reformen sollen zudem das Wachstum des HPI vorantreiben und die Position der Region in der digitalen Forschung festigen.

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