Brandenburg stockt Führung in Innen- und Gesundheitsministerium trotz Haushaltsnot auf
Caren PaffrathBrandenburg stockt Führung in Innen- und Gesundheitsministerium trotz Haushaltsnot auf
Die Landesregierung Brandenburgs hat ihre Führung in zwei Schlüsselressorts ausgebaut. Innenminister Jan Redmann (CDU) und Gesundheitsminister René Wilke (SPD) erhalten jeweils einen zweiten Staatssekretär. Die Ernennungen erfolgen trotz anhaltender Haushaltsengpässe und knüpfen an eine Praxis an, die bereits in früheren Koalitionen zu beobachten war.
Die neuen Beamten, Jörg Treffke und Friederike Haase, werden am Dienstag nach der Kabinettssitzung von Ministerpräsident Dietmar Woidke offiziell in ihr Amt berufen.
Die Entscheidung, in beiden Ministerien einen zweiten Staatssekretär einzusetzen, folgt einem bekannten Muster. Bereits in der rot-schwarz-grünen Koalition von 2019 bis 2024 verfügten Innenminister Michael Stübgen (CDU) und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) jeweils über zwei Staatssekretäre – beide waren damals zugleich stellvertretende Ministerpräsidenten. Diese Praxis setzte sich unter Finanzminister Robert Crumbach in der SPD/BSW-Koalition bis Januar fort.
Nun wird auch Redmann, der als stellvertretender Ministerpräsident amtiert, über zwei Staatssekretäre verfügen. Sein neuer Mitarbeiter Jörg Treffke war zuvor im Innenministerium tätig, zuletzt als Leiter der Abteilung für Sicherheit und Spionageabwehr im Verfassungsschutz.
Im Gesundheitsministerium ergänzt Friederike Haase als zweite Staatssekretärin das Team von René Wilke. Haase hatte diese Funktion zuvor im Wirtschaftsministerium inne. Innerhalb der SPD gab es Diskussionen, ob Wilkes Ressort mit seinen weitreichenden Aufgaben den zusätzlichen Posten rechtfertige. Letztlich verteidigte die Partei den Schritt mit Verweis auf die hohe Arbeitsbelastung des Ministeriums.
Beide Ernennungen werden am Dienstag nach Zustimmung des Kabinetts von Woidke finalisiert.
Die neuen Staatssekretäre bringen Erfahrung aus anderen Regierungsbereichen mit: Treffkes Hintergrund in der Sicherheitspolitik und Haases Expertise in Wirtschaftsfragen sollen die Arbeit der Ministerien unterstützen. Die Personalentscheidungen führen die Tradition fort, dass führende Ressortchefs über zwei Staatssekretäre verfügen – selbst in Zeiten knapper Haushaltsmittel.






