Brandenburgs Koalition nach 100 Tagen in der Vertrauenskrise – Bildungspolitik enttäuscht
Beatrix FiebigBrandenburgs Koalition nach 100 Tagen in der Vertrauenskrise – Bildungspolitik enttäuscht
Brandenburgs SPD-CDU-Koalition in der Krise: Nur 100 Tage im Amt, schon wächst die Unzufriedenheit
Eine aktuelle Umfrage offenbart wachsende Skepsis gegenüber der Arbeit der brandenburgischen SPD-CDU-Regierung – kaum 100 Tage nach Amtsantritt. Besonders in der Bildungspolitik stoßen die Pläne der Koalition auf massive Kritik.
Die Zustimmungswerte für die Regierung sind deutlich eingebrochen: Nur noch 28 Prozent der Bürgerinnen und Bürger zeigen sich mit der Arbeit zufrieden, während 62 Prozent unzufrieden sind. Besonders groß sind die Zweifel an Fortschritten im Bildungsbereich – 62 Prozent bezweifeln, dass die Koalition hier Verbesserungen erreichen kann.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) genießt noch Rückhalt: 57 Prozent sprechen sich dafür aus, dass er bis zur nächsten Wahl 2029 im Amt bleiben soll. Seine persönliche Beliebtheit liegt jedoch nur bei 46 Prozent.
Bei einer heutigen Wahl würde sich die politische Landschaft stark verändern: Die AfD könnte mit 37 Prozent ihr bestes Ergebnis im Land erzielen. Die Linke würde drei Punkte zulegen und auf 12 Prozent kommen, die Grünen lägen leicht verbessert bei 6 Prozent. Das BSW verlöre dagegen drei Punkte und käme nur noch auf 4 Prozent. Die SPD könnte ihre aktuelle Unterstützung von 22 Prozent halten, die CDU stürzte jedoch auf 12 Prozent ab.
Die Umfrage zeigt: Die Koalition steckt in einer schwierigen Phase. Während die Zustimmung zur SPD-CDU-Regierung sinkt – vor allem wegen der umstrittenen Bildungspolitik –, legen Oppositionsparteien, allen voran die AfD, in den Prognosen deutlich zu.
