Brandenburgs Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Messerangriffe
Stjepan HeinrichBrandenburgs Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Messerangriffe
Brandenburg verzeichnete 2025 insgesamt 166.508 Straftaten – ein Rückgang um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz des allgemeinen Rückgangs stiegen bestimmte Delikte jedoch deutlich an, darunter gewalttätige Übergriffe und Messerangriffe.
Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten sank auf 166.508. Ohne Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht blieben 151.124 Fälle in der Statistik. Die Polizei konnte 57,7 Prozent der Taten aufklären, doch ein beträchtlicher Teil blieb ungelöst.
Fast ein Drittel aller gemeldeten Straftaten entfiel auf Diebstahl. Gleichzeitig nahm die Gewaltkriminalität um 2 Prozent zu, wobei 3.923 schwere und gefährliche Körperverletzungen verzeichnet wurden. Auch die Zahl der Raubdelikte stieg auf 1.130 Fälle an – ein weiteres Anzeichen für wachsende Sicherheitsbedenken in der Öffentlichkeit.
Messerangriffe erreichten mit 865 Vorfällen einen besorgniserregenden Höchststand, darunter 25 Tötungsdelikte. Zudem wurden Polizeibeamte selbst zunehmend zu Opfern: 2.877 Mal waren sie von gewalttätigen Übergriffen betroffen. Ein weiterer alarmierender Anstieg zeigte sich bei Sexualstraftaten, die um 18,5 Prozent auf 3.344 Fälle stiegen – vor allem getrieben durch den Anstieg von Kinder- und Jugendpornografie-Delikten.
Die Kriminalstatistik 2025 für Brandenburg zeigt ein zwiespältiges Bild: Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten zurück, doch Gewalt- und Messerdelikte sowie Sexualstraftaten nahmen deutlich zu. Die Behörden stehen nun vor der Herausforderung, diesen problematischen Entwicklungen gezielt entgegenzuwirken.






