27 March 2026, 16:10

Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel und Rekordschülerzahlen

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzer Oberfläche.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel und Rekordschülerzahlen

Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – mit Rekordschülerzahlen und einer schrumpfenden Belegschaft. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) macht die Politik der Vergangenheit für die Krise verantwortlich, während die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) sowohl SPD als auch CDU jahrelanges Fehlmanagement vorwirft. Der Streit eskaliert, während das Land verzweifelt versucht, die Lücken zu schließen, die durch Haushaltskürzungen und gestiegene Unterrichtsanforderungen entstanden sind.

Die aktuelle Krise hat ihre Wurzeln in Entscheidungen früherer Regierungen. Hoffmann verwies auf Personalabbau während der SPD-BSW-Koalition als zentralen Faktor für den heutigen Mangel. Doch die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda wies diese Darstellung als "lächerlich" zurück und argumentierte, die Probleme seien das Ergebnis von drei Jahrzehnten schlechter Planung durch SPD und CDU.

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Benda nannte insbesondere die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach, die für Stellenstreichungen und zusätzliche Unterrichtsstunden verantwortlich gewesen seien. Crumbach, der später zur BSW wechselte und die Partei vor Benda führte, hatte maßgeblichen Anteil an den heute kritisierten Reformen. Gleichzeitig verschärfte der Haushalt 2025 die Lage, indem 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen wurden – während Lehrer seit Anfang dieses Jahres zudem eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten müssen.

Um den Mangel zu bekämpfen, hat die SPD/CDU-Koalition trotz finanzieller Engpässe 250 neue Lehrstellen versprochen. Hoffmann startete zudem eine "Lesen-Schreiben-Rechnen-Offensive", die Leseförderung an über 200 Schulen ausbaut und ein neues Matheprogramm testet. Angesichts der höchsten Schülerzahlen aller Zeiten und des historischen Tiefstands bei den Lehrkräften könnten diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichen, um die Klüfte zu schließen.

Der Lehrkräftemangel in Brandenburg lässt sich nicht kurzfristig beheben. Haushaltskürzungen, politische Grabenkämpfe und steigende Schülerzahlen setzen die Schulen unter enormen Druck. Zwar sollen neue Initiativen die Lage entspannen – doch das kommende Schuljahr wird zeigen, ob die Pläne der Regierung ausreichen, um die wachsende Lücke zu überbrücken.

Quelle