02 May 2026, 18:10

Brantner warnt vor Trumps "riskantem Spiel" und kritisiert Merz' schwache Führung

Plakat mit einer roten, weißen und blauen Flagge mit einem weißen Stern, schwarzem, fetten Text "Unsere Flaggen schlagen Deutschland - Unterstützt jede Flagge, die gegen Preußentum kämpft" und einem weißen Rand.

Brantner warnt vor Trumps "riskantem Spiel" und kritisiert Merz' schwache Führung

Franziska Brantner, Vorsitzende der deutschen Grünen, hat Pläne für einen teilweisen Abzug US-amerikanischer Truppen aus Deutschland scharf kritisiert. Sie warnte davor, sich in Sicherheits- und Außenpolitik von Präsident Donald Trump abhängig zu machen. Gleichzeitig richtete sich ihre Kritik gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, dem sie vorwarf, in der Krise schwache Führung zu zeigen.

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Brantner äußerte sich nach der Ankündigung der USA, einen Teil ihrer Streitkräfte aus Deutschland abzuziehen. Die Abhängigkeit von Trump bezeichnete sie als ein „riskantes Spiel“ – besonders in Fragen der Sicherheit. Die Grünen-Chefin forderte stattdessen einen eigenständigeren Kurs Deutschlands.

Ihre Kritik galt auch Kanzler Merz, dem sie Zögerlichkeit und Entscheidungsunfähigkeit vorhielt. Statt klar zu handeln, habe die Regierung es versäumt, klare Richtlinien vorzugeben, so Brantner. Sie plädierte für eine Stärkung der europäischen Zusammenarbeit und drängte auf den zügigen Aufbau eines gemeinsamen Verteidigungssystems.

Europa müsse mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen, betonte Brantner. Die aktuelle Lage zeige die Gefahren, die von unberechenbaren Partnern ausgingen. Eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik biete ihrer Ansicht nach mehr Stabilität als die Abhängigkeit von wechselhaften US-Prioritäten.

Brantners Äußerungen spiegeln wachsende Sorgen über die transatlantischen Beziehungen unter Trump wider. Ihr Appell für eine vertiefte europäische Verteidigungskooperation kommt zu einer Zeit, in der Deutschland vor Unsicherheiten über die militärischen Zusagen der USA steht. Die Debatte dreht sich nun darum, wie das Land – und der Kontinent – auf die sich wandelnde Sicherheitslage reagieren werden.

Quelle