Britische Bauwirtschaft wächst trotz steigender Materialkosten im April 2024
Heinz-Walter Koch IIBritische Bauwirtschaft wächst trotz steigender Materialkosten im April 2024
Bauwirtschaft in Großbritannien zeigt im April gemischte, aber überwiegend positive Entwicklungen
Im April präsentierte sich die britische Bauwirtschaft mit uneinheitlichen, aber größtenteils positiven Trends. Während die öffentlichen Bauaufträge zulegten, verzeichneten auch der Wohnungs- und der Gewerbebau Zuwächse – sowohl bei den Neuaufträgen als auch beim Umsatz. Dennoch belasten weiter steigende Materialkosten die Branche.
Die Umsätze im öffentlichen Bau stiegen im April im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent. Staatliche Behörden vergaben 2,2 Prozent mehr Aufträge als im März, was die Aktivität ankurbelte. Der Tiefbau blieb dabei ein zentraler Wachstumstreiber in allen drei Hauptsegmenten der Bauwirtschaft.
Besonders dynamisch entwickelte sich der Wohnungsbau: Hier kletterten die Umsätze um 7,1 Prozent, während die Neuaufträge um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunahmen. Damit verzeichnete der Sektor erstmals seit Langem gleichzeitig Steigerungen in beiden Kennziffern. Auch der Gewerbebau verbuchte ein Umsatzplus von 6,8 Prozent, getrieben vor allem durch Tiefbauprojekte.
Insgesamt stiegen die Neuaufträge in der Bauwirtschaft in den ersten vier Monaten 2024 um 1,8 Prozent. Die kumulierten Umsätze von Januar bis April blieben jedoch im Vergleich zu 2023 unverändert. Gleichzeitig zogen die Materialkosten weiter an: Holz, Metalle und Transportbeton wurden teurer. Die Preise für Bitumen lagen im Mai 2024 sogar 31,2 Prozent höher als im Vorjahr.
Die Zuwächse bei Umsätzen und Aufträgen deuten auf eine vorsichtige Erholung in einigen Bereichen hin. Die anhaltend hohen Materialkosten könnten die künftige Profitabilität jedoch belasten. Der Tiefbau bleibt eine stabile Stütze der Branche.
