11 April 2026, 12:03

Bühnenarbeiter:innen kämpfen bei 36 Stage XL gegen prekäre Verträge und Ausbeutung

Plakat mit Cantus Collin und Konrad Junghänel und Veranstaltungseinzelheiten

Bühnenarbeiter:innen kämpfen bei 36 Stage XL gegen prekäre Verträge und Ausbeutung

Beschäftigte des Berliner Bühnenmanagements 36 Stage XL kämpfen gegen prekäre Arbeitsbedingungen

Mitarbeiter:innen der Berliner Bühnenmanagementfirma 36 Stage XL haben sich kollektiv organisiert, um gegen unsichere Beschäftigungsverhältnisse vorzugehen. Unterstützt von der Gewerkschaft FAU fordern sie fairere Verträge und bessere Arbeitssicherheit – nach monatelangen unregelmäßigen Schichten und finanziellen Engpässen.

Vojta C., ein Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL, begann zunächst mit einem Minijob und festen wöchentlichen Einsätzen. Nach einer Krankheit erhielt er jedoch weniger Aufträge und verließ schließlich das Unternehmen. Sein Fall steht exemplarisch für die weitverbreiteten Sorgen um Jobsecurity und die Behandlung der Belegschaft.

Auch German Garcia, ein weiterer Mitarbeiter, wurde über eine Zeitarbeitsfirma ohne garantierte Stunden eingestellt. Als er krankheitsbedingt ausfiel, erhielt er kein Krankengeld und geriet in finanzielle Not. Beide Fälle zeigen die Instabilität kurzfristiger Verträge im Unternehmen auf.

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Als Reaktion gründeten die Beschäftigten eine betriebliche Gruppe in Zusammenarbeit mit der FAU. Die Gewerkschaft ließ die Verträge rechtlich prüfen – mit dem Ergebnis, dass diese möglicherweise gegen deutsches Arbeitsrecht verstoßen. Nun strebt die FAU Verhandlungen über Festanstellungen, rechtliche Konformität und strengere Sicherheitsvorkehrungen an.

Die Kampagne Stage Workers United, unterstützt von der Gewerkschaft, informiert über Arbeitnehmerrechte und berufliche Risiken. Trotz anhaltender Herausforderungen werten Organisator:innen die wachsende Solidarität unter den Kolleg:innen und den öffentlichen Druck als wichtigen Schritt nach vorn.

Die FAU plant, die Gespräche mit 36 Stage XL über Vertragsreformen und Rechtmäßigkeit fortzusetzen. Zwar bleiben viele Beschäftigte in prekären Verhältnissen, doch die gewerkschaftlich getragenen Initiativen haben das Bewusstsein für ihre Rechte gestärkt. Das Ergebnis der Verhandlungen könnte Maßstäbe für Arbeitsstandards in der gesamten Branche setzen.

Quelle