10 May 2026, 02:03

Bundesnetzagentur entwarnt: Gasversorgung in Deutschland bleibt stabil trotz langsamer Speicherfüllung

Balkendiagramm, das den prozentualen Anteil Russlands an der natürlichen Gasversorgung in Europa zeigt, mit landesspezifischen Investitionsprozentangaben.

Bundesnetzagentur entwarnt: Gasversorgung in Deutschland bleibt stabil trotz langsamer Speicherfüllung

Die Bundesnetzagentur hat Bedenken hinsichtlich der Gasversorgung in Deutschland zerstreut. Trotz jüngster Sorgen über die Füllstände der Speicher betonen die Behörden, es bestehe kein Grund zur Beunruhigung. Der Präsident der Agentur, Klaus Müller, unterstrich, dass die aktuelle Lage nicht die gleiche Dringlichkeit erfordere wie in den Vorjahren.

Die Gasreserven in den Speichern sind in den vergangenen zwei Wochen um drei Prozentpunkte gestiegen. Zwar handelt es sich um einen stetigen Anstieg, doch einige hatten sich schnelleren Fortschritt gewünscht. Müller räumte ein, dass zwar eine vollständige Befüllung bis Mitte Mai wünschenswert sei, dies jedoch weder wirtschaftlich sinnvoll noch technisch zwingend notwendig sei.

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Vier Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee spielten im vergangenen Winter eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Versorgung. Diese Anlagen halfen, das System in Phasen hoher Nachfrage zu stabilisieren. Die Verantwortung für die Versorgungssicherheit liegt jedoch primär bei den Händlern und nicht allein bei den Speicherreserven.

Die großen unterirdischen Kavernenspeicher Deutschlands könnten bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen gefüllt werden. Müller betonte, dass die Speicher zwar weiterhin wichtig seien, der intensive Fokus der Jahre 2022 und 2023 jedoch nicht mehr erforderlich sei. Die Bewertung der Bundesnetzagentur deutet darauf hin, dass nun ein ausgewogenerer Ansatz angemessen ist.

Die Haltung der Behörde spiegelt Vertrauen in die deutsche Gasinfrastruktur wider. Mit den vorhandenen LNG-Terminals und ausreichenden Speicherkapazitäten sehen die Verantwortlichen keine akute Gefahr. Händler und die bestehenden Systeme sollen die Versorgungsstabilität ohne unnötige Hektik gewährleisten.

Quelle