05 April 2026, 00:07

Bundesprogramm verwandelt Büros in Wohnungen – doch reicht die Förderung?

Ein Gebäude mit einer Glastür, einer grünen Markise, einem Schild mit der Aufschrift "Büroräume zu vermieten", einem Geländer und einem Baum links daneben.

Bundesprogramm verwandelt Büros in Wohnungen – doch reicht die Förderung?

Ab Juli 2026 startet ein neues Bundesprogramm, das leerstehende Büroggebäude in Wohnraum verwandeln soll – und zwar in Deutschlands sieben größten Städten. Das unter dem Namen "Gewerbe zu Wohnen" geführte Vorhaben sieht Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohnung vor, um Umbauten zu fördern. Die Verantwortlichen erhoffen sich davon eine Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts sowie eine Reduzierung der CO₂-Emissionen durch sanierte Immobilien.

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Im Fokus stehen ungenutzte Büroflächen, die Platz für rund 11.000 neue Wohnungen bieten könnten. Theoretisch ließen sich bis zu 60.000 Wohneinheiten schaffen, wenn alle geeigneten Gebäude umgewidmet würden. Bisher wurden jedoch noch keine Städte für die Förderung ausgewählt, da das Programm bisher nicht erprobt wurde.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Sanierungen den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen. Die Gelder müssen nicht zurückgezahlt werden, doch pro Unternehmen ist die Unterstützung auf maximal 300.000 Euro begrenzt. Trotz der Anreize könnten steigende Baukosten und aufwendige strukturelle Änderungen manche Projekte unwirtschaftlich machen.

Das Programm zielt darauf ab, gleich drei Probleme zu lösen: die Verringerung von Büroimmobilien-Leerstand, die Schaffung dringend benötigten Wohnraums und die Förderung ökologischer Gebäudesanierungen. Ob es gelingt, hängt jedoch davon ab, ob Investoren die finanziellen Hilfen als ausreichend erachten, um die hohen Umrüstungskosten zu decken.

Mitte 2026 geht "Gewerbe zu Wohnen" ohne vorherige Testphase oder festgelegte Standorte an den Start. Bei voller Ausschöpfung könnte es Tausende Wohnungen in angespannten städtischen Märkten bereitstellen. Letztlich wird der Erfolg davon abhängen, ob die Zuschüsse die hohen Kosten für die Umwandlung von Gewerbe- in Wohnimmobilien ausgleichen können.

Quelle