08 June 2026, 02:01

Bundesregierung plant Kürzung der Wohnungsbeihilfen – Experten schlagen Alarm

Parit├Ątsverband: Wohngeld-Kürzung treibt Menschen in Armut

Bundesregierung plant Kürzung der Wohnungsbeihilfen – Experten schlagen Alarm

Die Kritik an den Plänen der Bundesregierung, die Wohnungsbeihilfen um eine Milliarde Euro zu kürzen, wird immer lauter. Experten warnen, dass dieser Schritt über eine Million Haushalte hart treffen würde, während die Einsparungen im Staatshaushalt kaum spürbar wären. Die geplante Kürzung wird als symbolisch, aber für die Betroffenen schwerwiegend bezeichnet – besonders für diejenigen, die bereits mit hohen Mieten kämpfen.

Die Wohnungsmarkt-Expertin Katja Rock hält die Kürzungen für falsch gesetzt. Sie betont, dass die steigenden Kosten für Wohnungsbeihilfen auf gescheiterte Mietpreisbremse und explodierende Immobilienpreise zurückzuführen seien. Viele einkommensschwache Haushalte gäben bereits fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus – weitere Belastungen seien kaum tragbar.

Rock weist zudem darauf hin, dass große Wohnungsunternehmen bis zu 200 Euro pro Wohnung an Aktionäre ausschütten – teilweise finanziert durch Steuergelder. Statt die Beihilfen zu stürzen, schlägt sie vor, die Mieten zu senken, um die Kosten wirksamer zu drücken. Die geplante Kürzung, warnt sie, könnte mehr Menschen in die Grundsicherung drängen und so mögliche Einsparungen zunichtemachen.

Die Sparmaßnahmen kommen zu einer Zeit, in der die Armutsrisiken ohnehin hoch sind. Rock kritisiert, dass die Politik es versäumt, Mieter vor unbezahlbaren Mieten zu schützen, und die Lage für vulnerable Gruppen damit noch prekärer macht.

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Von der geplanten Kürzung um eine Milliarde Euro wären über eine Million Haushalte betroffen, die auf Wohnungsbeihilfen angewiesen sind. Während die Auswirkungen auf den Staatshaushalt minimal wären, könnten die Folgen für Mieter gravierend sein. Ohne strengere Mietpreisbremse, so die Kritik, werde die finanzielle Belastung einkommensschwacher Familien weiter steigen.

Quelle