21 April 2026, 10:03

Bundeswehr-Reform: Pistorius will Reservisten bis 70 Jahre und mehr Rechte stärken

Balkendiagramm, das den Anteil der zivilen nichtinstitutionellen Bevölkerung im Alter von 16 Jahren und älter, die nicht erwerbstätig ist, nach Grund von 2004 bis 2014 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundeswehr-Reform: Pistorius will Reservisten bis 70 Jahre und mehr Rechte stärken

Verteidigungsminister Boris Pistorius stellt an diesem Mittwoch eine neue Reserve-Strategie für die Bundeswehr vor. Das als Reservistenstärkungsgesetz bezeichnete Vorhaben soll die Ausbildung, Ausstattung und den Einsatz von Reservisten grundlegend reformieren. Zu den zentralen Neuerungen gehören die Anhebung der Altersgrenze sowie die Abschaffung des Vetorechts von Arbeitgebern bei Einberufungen.

Die geplanten Reformen sehen vor, das Höchstalter für Reservistinnen und Reservisten von 65 auf 70 Jahre anzuheben. Begründet wird dies damit, dass Menschen heute länger fit bleiben und ältere Reservisten wertvolle Lebens- und Berufserfahrung mitbringen. Zudem soll eine bessere Planung sicherstellen, dass klare Zahlen für die jährlich benötigten Reservisten in Übungen festgelegt werden.

Gleichzeitig sind Verbesserungen für jüngere Reservisten vorgesehen. Die Bundesregierung will garantieren, dass diese über die nötige Ausstattung verfügen und sinnvolle Ausbildungsinhalte erhalten. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Abschaffung des freiwilligen Prinzips für Arbeitgeber: Unternehmen sollen künftig keine Möglichkeit mehr haben, die Teilnahme von Reservisten an Übungen zu blockieren.

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Die Änderungen werden in diesem Sommer im Rahmen des Reservistenstärkungsgesetzes formal vorgestellt. Arbeitgeber verlieren damit ihr Widerspruchsrecht bei Einberufungen, während Reservisten aller Altersgruppen künftig besser unterstützt werden sollen. Ziel ist es, die Reserve zu einer zuverlässigeren und schlagkräftigeren Komponente für künftige Einsätze zu machen.

Quelle