12 April 2026, 04:03

Cannabis-Beschlagnahmungen in Deutschland erreichen Rekordhoch trotz Teillegalisierung

Eine Gruppe von Menschen hält ein "Legalise Cannabis Ireland"-Schild um ein Auto mit sichtbaren Papieren darin, vor einem Gebäude unter einem klaren blauen Himmel.

Cannabis-Beschlagnahmungen in Deutschland erreichen Rekordhoch trotz Teillegalisierung

Deutschland verzeichnet Rekordanstieg bei Cannabis-Beschlagnahmungen – trotz Teillegalisierung

Trotz der teilweisen Legalisierung hat Deutschland einen Rekordzuwachs bei der Beschlagnahmung von Cannabis erlebt. Allein im Jahr 2025 konfiszierten Zollbehörden über 50 Tonnen der Droge. Dieser starke Anstieg wirft Fragen nach den unbeabsichtigten Folgen der gelockerten Gesetze auf.

Der Trend begann bereits 2024, als Polizei und Zoll gemeinsam etwa 24 Tonnen Cannabis sicherstellten. Bis 2025 verdoppelte sich diese Menge nahezu – mit über 50 Tonnen, die allein der Zoll beschlagnahmte. Sicherheitsbehörden führen diesen Anstieg auf einen ausgeweiteten Schwarzmarkt zurück, der durch die Teillegalisierung befeuert wird.

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Als Hauptgrund für den Zuwachs gelten verschobene Schmuggelrouten. Gleichzeitig sind die Einfuhren von medizinischem Cannabis seit der Gesetzesänderung deutlich gestiegen. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch keinen nennenswerten Anstieg des Gesamtkonsums.

Jakob Manthey, Forscher am Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung, argumentiert, dass die Nachfrage nach illegalem Cannabis seit der Teillegalisierung sogar gesunken sei. Dennoch scheint der Schwarzmarkt gewachsen zu sein – ein Widerspruch zwischen offiziellen Daten und den Entwicklungen in der Strafverfolgung.

Die Rekordbeschlagnahmungen deuten darauf hin, dass die Teillegalisierung den illegalen Handel nicht beseitigt hat. Stattdessen könnten sich die Schmuggelstrukturen verändert und die Aktivitäten der Strafverfolgungsbehörden intensiviert haben. Die Behörden stehen nun vor der Herausforderung, einen Schwarzmarkt einzudämmen, der trotz regulatorischer Änderungen offenbar weiter gedeiht.

Quelle