02 April 2026, 16:03

CDU-Politiker Bommert gerät wegen NS-Video in massive Kritik

Schwarz-weiß-Propagandaplakat mit einem Mann in einem Helm mit Nazi-Symbol und begleitendem Text.

CDU-Politiker Bommert gerät wegen NS-Video in massive Kritik

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Brandenburger Landtag, ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit in die Kritik geraten. Die Aufnahmen zeigten Uniformierte, die auf Motorrädern der Wehrmacht fuhren, und lösten umgehend empörte Reaktionen aus. Der Beitrag wurde inzwischen gelöscht, doch der Vorfall hat formelle disziplinarische Konsequenzen nach sich gezogen.

Die Kontroverse begann, als Bommert das Video in den sozialen Medien teilte. Zu sehen waren historische Motorräder und Uniformen der Wehrmacht, der Streitkräfte des nationalsozialistischen Deutschlands. Nach öffentlichem Protest entfernte er den Beitrag, weigerte sich zunächst jedoch, Stellung zu nehmen.

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Die CDU reagierte prompt und erteilte Bommert einen offiziellen Verweis. Parteichef Steeven Bretz betonte, er distanziere sich "eindeutig von Inhalten dieser Art". Zudem kündigte er eine interne Prüfung sowie ein persönliches Gespräch mit dem Abgeordneten an.

Unter wachsendem Druck räumte Bommert ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen. In der Folge trat er als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass er in der Kritik steht – bereits zuvor hatte ein umstrittenes WhatsApp-Statusupdate für Aufsehen gesorgt.

Trotz des Vorfalls wurde in den vergangenen fünf Jahren kein CDU-Politiker in Brandenburg wegen ähnlicher Kontroversen öffentlich sanktioniert. Die Partei hat Bommert weder aus seinen weiteren Ämtern entbunden noch zusätzliche Strafmaßnahmen verhängt.

Die Löschung des Videos und Bommerts Rückzug aus dem wichtigen Ausschuss sind die unmittelbaren Folgen des Vorfalls. Die CDU hat zwar ihre Missbilligung deutlich gemacht, auf schärfere disziplinarische Schritte jedoch verzichtet. Interne Gespräche zur Aufarbeitung der Affäre werden voraussichtlich fortgesetzt.

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