Chirurgie, Zahnmedizin und Gynäkologie: Wo die meisten Behandlungsfehler-Verdachtsfälle gemeldet werden
Paul FischerChirurgie, Zahnmedizin und Gynäkologie: Wo die meisten Behandlungsfehler-Verdachtsfälle gemeldet werden
Deutschlands größte gesetzliche Krankenkasse: Drei Fachbereiche machen mehr als die Hälfte aller Verdachtsmeldungen aus
Im vergangenen Jahr entfielen über die Hälfte aller gemeldeten Verdachtsfälle auf drei medizinische Fachrichtungen. Mit 29 Prozent der Fälle führten chirurgische Eingriffe die Statistik an. Es folgten Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent sowie Gynäkologie und Geburtshilfe mit 11 Prozent.
TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas drängt auf schärfere Maßnahmen, um das Problem zu bekämpfen. Er fordert ein zentrales Meldesystem, um Behandlungsfehler-Vorwürfe effizienter zu erfassen. Zudem setzt sich Baas für eine transparente Kultur der Verantwortung im Gesundheitswesen ein.
Bei den untersuchten Fällen führte etwa jeder dritte zu einem förmlichen Verfahren. Dennoch betont die TK, dass die tatsächliche Zahl der Vorfälle aufgrund von Untererfassung unklar bleibe.
Der Anstieg der Verdachtsmeldungen unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Patientensicherheit. Die TK-Daten deuten darauf hin, dass die chirurgischen, zahnmedizinischen und gynäkologischen Bereiche besonders stark unter Beobachtung stehen. Die Krankenkasse mahnt weiterhin strukturelle Reformen an, um die Erkennung und Verhinderung von Behandlungsfehlern zu verbessern.






