07 April 2026, 20:03

Collien Fernandes kämpft gegen Fake-Profile und fordert strengere Gesetze

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Internetverbots durch die Regierung.

Collien Fernandes kämpft gegen Fake-Profile und fordert strengere Gesetze

Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zu der Erstellung gefälschter Profile unter ihrem Namen geäußert, auf denen ihre Bilder und explizite Inhalte verwendet werden. Sie betonte den dringenden Bedarf an strengeren Gesetzen, um Opfer digitaler Gewalt besser zu schützen. Ihr Fall hat in ganz Deutschland breite Forderungen nach konkreten Maßnahmen ausgelöst.

Fernandes berichtete, dass unter ihrem Namen Fake-Accounts angelegt wurden, die gestohlene Fotos, Videos und erfundene erotische Geschichten enthielten. Sie wies darauf hin, dass Deepfakes und manipulierte Pornografie zunehmend eingesetzt werden, um Frauen im Internet zu belästigen. Die Reaktion auf ihre Schilderungen war überwältigend: Zehntausende äußerten ihre Unterstützung und forderten bessere Schutzmechanismen.

Die Schauspielerin warnte, dass digitale Gewalt alle Frauen betreffe – nicht nur Prominente – und oft im Verborgenen bleibe, weil viele Fälle nicht angezeigt würden. Als Vorbild nannte sie das spanische Rechtssystem, das solche Übergriffe effektiver bekämpfe, und forderte Deutschland auf, ähnliche Schritte zu unternehmen. Dazu gehörten längere Meldefristen für Straftaten, sensiblere Ermittlungen durch die Polizei und härtere Strafen.

Journalistin Caren Miosga unterstützte diese Forderungen und bezeichnete digitale Gewalt als systemisches Problem, bei dem die Verantwortlichkeiten zwischen Plattformen, Strafverfolgungsbehörden und Gerichten unklar seien. Sie kritisierte, dass Deutschland trotz wachsender Aufmerksamkeit nur langsam vorankomme. Justizministerin Stefanie Hubig räumte zwar Reformbedarf ein, gab jedoch zu, dass die Umsetzung eine Herausforderung bleibe.

Fernandes forderte klare Regelungen, verpflichtende Schulungen für Polizei und Richterschaft, Präventionsprogramme sowie wirksame Abschreckungsmaßnahmen. Sie betonte, dass rechtliche Lücken Opfer ohne angemessenen Schutz ließen. Der Fall hat die Debatte darüber neu entfacht, wie man Online-Missbrauch bekämpfen und Betroffene besser schützen kann.

Die Forderungen nach Reformen kommen zu einer Zeit, in der Opfer mit unklaren rechtlichen Wegen und uneinheitlicher Unterstützung konfrontiert sind. Fernandes' Fall setzt die Behörden unter Druck, die Lücken in den Gesetzen gegen digitale Gewalt zu schließen. Ohne konkrete Änderungen warnen Aktivisten, dass Belästigungen weiter ungehindert zunehmen werden.

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