Dermapharm kauft Millionen Aktien zurück – doch reicht das für den Kursaufschwung?
Stjepan HeinrichDermapharm kauft Millionen Aktien zurück – doch reicht das für den Kursaufschwung?
Dermapharm schließt Aktienrückkaufprogramm ab, um Kurs nach Jahren der Stagnation zu stützen
Der Pharmaziekonzern Dermapharm hat ein Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen, um den Kurs seiner Aktie zu stabilisieren – nach einer Phase der seit Jahren anhaltenden Seitwärtsbewegung. Das Unternehmen bot den Aktionären 42 Euro pro Aktie an, was einem Aufschlag von 10 Prozent auf den damaligen Marktpreis entsprach. Insgesamt wurden rund 4,8 Millionen Aktien eingereicht, deutlich mehr als die ursprünglich angestrebten 4,3 Millionen.
Dermapharm ging 2018 an die Börse, wobei Gründer Wilhelm Beier knapp 80 Prozent der Anteile behielt. Während der Pandemie kletterte der Aktienkurs zeitweise auf bis zu 90 Euro – getrieben von der Rolle des Unternehmens bei der Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Seither bewegt sich der Kurs jedoch seitwärts.
Das Unternehmen ist durch Übernahmen stetig gewachsen, darunter Strathmann (2018), Allergopharma (2020), Arkopharma und C3 (2022) sowie zuletzt Mucos (2025). Daneben gehören Anton Hübner und Euromed zum Konzern, zudem hält Dermapharm eine Beteiligung an Wellster Healthtech.
Trotz des Wachstums gab es zuletzt Rückschläge: Die Reimport-Tochter Axicorp kämpft mit Schwierigkeiten. Mit dem Rückkaufprogramm sollte dieser Herausforderung begegnet werden, indem die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien verringert wird.
Die Aktionäre zeigten großes Interesse – es wurden mehr Papiere eingereicht als geplant, sodass die Zuteilung anteilig angepasst werden musste. Der Schritt soll die finanzielle Stabilität des Unternehmens langfristig stärken.






