23 May 2026, 08:02

Deutschlands Wirtschaft kämpft seit 2019 mit historischer Stagnation – droht der Absturz?

Ifo-Präsident Fuest sieht Bundesregierung auf 'Kollisionskurs'

Deutschlands Wirtschaft kämpft seit 2019 mit historischer Stagnation – droht der Absturz?

Deutschlands Wirtschaft steckt in einer lang anhaltenden Krise fest – die Wirtschaftsleistung liegt heute nicht höher als 2019. Experten warnen, dass das Land ohne dringende Reformen in einen dauerhaften Niedergang abrutschen könnte. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hat mit drastischen Worten auf die desolate Lage der öffentlichen Finanzen und die Schwächen der Industrie hingewiesen – er bezeichnet Deutschland sogar als das „Epizentrum des zweiten China-Schocks“.

Fuests Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Deutschland seit sieben Jahren mit wirtschaftlicher Stagnation kämpft. Die Produktionsleistung des Jahres 2023 entspricht dem Niveau von 2019, und Anzeichen einer Erholung sind kaum erkennbar. Den leichten Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex im Mai – von 84,5 auf 84,9 Punkte – wertete er als trügerisch: Die Zahl verschleiere tiefgreifende strukturelle Probleme.

Der Ökonom kritisierte die Wachstumsstrategie von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf und erklärte, sie habe nach einem Jahr Amtszeit keine spürbaren Ergebnisse gebracht. Zudem warnte Fuest, die öffentlichen Finanzen Deutschlands steuerten auf einen „Crashkurs“ zu, ohne dass es einen klaren Plan zur Bewältigung der wachsenden Schuldenlast gebe. Besonders besorgniserregend sei die Lage der Automobilindustrie: Deutschland solle sich bereits glücklich schätzen, wenn überhaupt noch Produktion im Land bleibe – angesichts der Möglichkeit, dass Volkswagen in seinen deutschen Werken künftig von China entwickelte Elektroautos fertigen könnte.

Mit einem düsteren Vergleich zu Italien deutete Fuest an, Deutschland könnte sich von dem aktuellen Wirtschaftsschock möglicherweise nie vollständig erholen. Das Centre for European Reform teilte diese Befürchtungen und bezeichnete Deutschland als „Epizentrum des zweiten China-Schocks“ – ein Verweis auf die Verwundbarkeit des Landes angesichts sich verschiebender globaler Handelsströme. Da die Zeit davonläuft, drängte Fuest die Regierung, noch vor dem Sommer 2023 zu handeln – dies sei die „letzte realistische Chance“ für weitreichende Reformen.

Die Warnungen unterstreichen Deutschlands prekäre Situation: stagnierendes Wachstum, industrieller Druck und unhaltbare Staatsfinanzen. Ohne entschlossenes Handeln drohen dem Land langfristige wirtschaftliche Schäden. Fuests Aussagen machen deutlich, wie dringend Reformen sind, bevor sich das Fenster für Veränderungen endgültig schließt.

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