DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten
Paul FischerDGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten
DGB drängt auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine gesetzlich verankerte betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten im Land ein. Derzeit verfügen rund 20 Millionen Arbeitnehmer über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber nicht an Tarifverträge gebunden sind. Der DGB plant, bis Ende des Monats konkrete Vorschläge vorzulegen.
Die betriebliche Altersvorsorge soll nach Vorstellung des DGB die staatliche Rente ergänzen, wobei Arbeitgeber mindestens einen Teil der Finanzierung übernehmen müssten. Die Gewerkschaft betont, dass die Last nicht allein bei den Beschäftigten liegen dürfe. In vielen europäischen Ländern liegen die verpflichtenden Renteneinzahlungen bereits bei über 20 Prozent – mit einem höheren Arbeitgeberanteil als bei den Arbeitnehmern.
Der DGB ist bereit, auch für nicht tarifgebundene Unternehmen unter bestimmten Bedingungen Tarifverträge zur Altersvorsorge auszuhandeln. Widerstand erwartet die Gewerkschaft jedoch angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Belastungen für die Betriebe.
Indem sich der DGB als Verhandlungspartner positioniert, will er eine flächendeckende Absicherung erreichen. Der Vorstoß folgt der Sorge, dass zu viele Arbeitnehmer aufgrund von Lücken in bestehenden Regelungen ohne ausreichende Altersvorsorge bleiben.
Das Modell des DGB sieht vor, dass Arbeitgeber sich an den Pensionskosten beteiligen – in Anlehnung an gängige Praktiken in anderen europäischen Ländern. Sollte die Initiative umgesetzt werden, könnte die betriebliche Altersvorsorge Millionen Beschäftigten zugutekommen, die bisher leer ausgehen. Die vollständigen Vorschläge der Gewerkschaft werden noch vor Monatsende veröffentlicht.






