Drohnen mit KI revolutionieren Einsatzkräfte in Krisen und Katastrophen
Emma KochDrohnen mit KI revolutionieren Einsatzkräfte in Krisen und Katastrophen
Technische Hochschule Wildau testet Drohnen für den Einsatz in Notfällen
Die Technische Hochschule Wildau (TH Wildau) erprobt am Flugplatz Schönhagen südlich von Berlin Drohnen für den Einsatz in Krisensituationen. Die KI-gestützten Systeme könnten bald dabei helfen, Hindernisse auf Start- und Landebahnen zu erkennen, Waldbrände zu bekämpfen oder sogar vergrabene Munition aufzuspüren. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle bezeichnete das Vorhaben als zukunftsweisendes Projekt, das die regionale Innovationskraft stärkt.
Die 1991 gegründete TH Wildau mit rund 3.500 Studierenden betreibt bereits ein Forschungsflugzeug als fliegendes Labor. Nun erweitert die Hochschule ihre Arbeit, indem sie den Flugplatz Schönhagen als Testgelände für Drohnentechnologie nutzt. Die über 5G-Netze gesteuerten Drohnen sollen die Einsatzfähigkeit in kritischen Lagen verbessern.
Das Projekt ist Teil einer breiter angelegten Initiative, die mithilfe von Technologie reale Herausforderungen bewältigen will. Ähnliche Forschungen laufen an anderen deutschen Einrichtungen: Die Jade Hochschule entwickelt Drohnen und KI-Systeme, um den Betrieb von Stromnetzen abzusichern. Das Projekt AIFER der Spatial Services GmbH konzentriert sich auf den Drohneneinsatz im Katastrophenmanagement. An der Technischen Hochschule Mittelhessen wiederum erforscht eine Arbeitsgruppe den Einsatz von Drohnen in Notfallszenarien.
Ministerin Schüle betonte, das Projekt trage dazu bei, Brandenburg als zukünftigen Luftfahrtstandort zu positionieren. Die Verbindung von Fachwissen mit praxisnahen Lösungen stärke sowohl die Forschung als auch die regionale Entwicklung.
Die in Wildau getesteten Drohnen könnten schon bald eine Schlüsselrolle für die Flugsicherheit und die Bewältigung von Katastrophen spielen. Ihre Fähigkeit, Startbahnen zu scannen, Brände zu bekämpfen und verborgene Sprengkörper aufzuspüren, bietet konkrete Lösungen für Rettungskräfte. Da mehrere deutsche Hochschulen ähnliche Projekte vorantreiben, wird sich die Technologie voraussichtlich in verschiedenen Bereichen der zivilen Sicherheit etablieren.






