Elektroauto-Förderung in Deutschland floppt trotz staatlicher Prämien
Paul FischerElektroauto-Förderung in Deutschland floppt trotz staatlicher Prämien
Förderprogramm für Elektroautos in Deutschland verläuft langsamer als erwartet
Bis Ende Juni wurden bundesweit nur 23.024 Anträge auf die staatliche Kaufprämie für Elektrofahrzeuge gestellt – deutlich weniger als von der Regierung geplant. Ursprünglich sollte das Programm den Kauf von mindestens 300.000 Fahrzeugen fördern.
Das Förderprogramm startete Anfang Juli 2016 und galt rückwirkend für Autos, die ab dem 18. Mai desselben Jahres erworben wurden. Von den eingereichten Anträgen entfielen 13.080 auf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge, während 9.937 auf Plug-in-Hybride abzielten. Privatpersonen stellten 10.150 Anträge, der Rest kam von Unternehmen.
Die Förderung sieht 4.000 Euro für vollelektrische Autos und 3.000 Euro für Plug-in-Hybride vor. Dennoch gibt es weiterhin Hürden. Andreas Obersteller, Präsident des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), nannte hohe Anschaffungskosten, die begrenzte Ladeinfrastruktur und unzureichende Reichweiten als Hauptgründe für die zögerliche Nachfrage. Die Bundesregierung hat ihr Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen, bereits aufgegeben.
Nicht genutzte Mittel verfallen bis Ende Juni 2019 – damit schließt sich das Fenster für weitere Anträge im Rahmen des aktuellen Programms.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, wie schwierig der Umstieg auf Elektromobilität in Deutschland bleibt. Mit weniger als 25.000 Anträgen in fast einem Jahr hat die Förderung bisher kaum zu einer breiten Marktdurchdringung beigetragen. Die Frist für die verbleibenden Mittel rückt schnell näher, sodass kaum noch Zeit für einen spürbaren Nachfrageschub bleibt.






