10 May 2026, 06:03

Energiekrise zwingt Zoos zum Umdenken – doch nicht alle geben Tiere ab

Ein Miniaturzoomodell, bevölkert mit Menschen, umgeben von einem Zaun, mit Bäumen, Häusern, Pflanzen, Gras und Text am Boden.

Energiekrise zwingt Zoos zum Umdenken – doch nicht alle geben Tiere ab

Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks in der gesamten Region schwer zu. Während einige Einrichtungen bereits Tiere abgegeben haben, um Kosten zu sparen, suchen andere nach Wegen, sich anzupassen, ohne ihre Tierbestände zu verringern.

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Der finanzielle Druck zwingt viele dazu, ihren Energieverbrauch zu überdenken – mit Lösungen, die von Investitionen in erneuerbare Energien bis hin zu alternativen Heizsystemen reichen. Der Braunschweiger Zoo schließt aus, Tiere abzugeben oder seinen Bestand zu verkleinern, trotz der Belastung durch höhere Rechnungen. Stattdessen erweitert der Zoo seine bestehende 80-kW-Photovoltaikanlage um weitere 12 kW Solarleistung. Zudem wird ein 10-kW-Batteriespeicher installiert, um überschüssige Energie zu speichern. Die Einrichtung setzt bereits auf eine Kombination verschiedener Heizmethoden, um die Effizienz zu steigern und die Kosten im Griff zu behalten.

Der Wildpark Essehof bleibt von der Energiekrise vergleichsweise unberührt. Sein Biomasse-Heizsystem bietet eine stabile, kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Energiequellen. Hier machen die Energiekosten nur etwa 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben aus – deutlich weniger als in anderen Parks. Wie Braunschweig plant auch Essehof nicht, Tiere zu verkaufen oder umzusiedeln.

Im Wildpark Stöckheim schlagen die Energiekosten mit nur etwa 2,5 Prozent der Gesamtausgaben zu Buche. Das Artenschutzzentrum Grasleben hingegen setzt auf Solarenergie, um die hohen Kosten für die Beheizung der Gehege wärmeliebender Arten auszugleichen. Die neuen Photovoltaikmodule des Zentrums helfen, die Abhängigkeit vom teuren Stromnetz zu verringern.

Trotz der Herausforderungen bleibt der Braunschweiger Zoo auf das Wohl der Tiere fokussiert. Verantwortliche betonen, dass finanzielle Anpassungen nicht auf Kosten des Tierwohls gehen werden. Der Umstieg auf erneuerbare Energien und alternative Heizsysteme hilft einigen Parks, die Krise zu bewältigen. Die Solarerweiterung in Braunschweig und das Biomasse-System in Essehof zeigen, wie Einrichtungen sich anpassen, ohne bei der Pflege zu sparen. Fürs Erste bieten diese Maßnahmen einen Weg nach vorn – doch die langfristigen Folgen der hohen Energiepreise bleiben abzuwarten.

Quelle