06 May 2026, 12:04

Enso übernimmt bis zu 36 Tegut-Filialen von Migros – und rettet ländliche Supermärkte

Eine Supermarktwäsche mit verschiedenen Lebensmitteln.

Enso übernimmt bis zu 36 Tegut-Filialen von Migros – und rettet ländliche Supermärkte

Deutsche Supermarktkette Enso übernimmt bis zu 36 Tegut-Filialen von Migros – vorbehaltlich der Kartellgenehmigung

Die Übernahme folgt auf den angekündigten Rückzug des Schweizer Handelskonzerns Migros vom deutschen Markt. Enso will damit seine Präsenz in ländlichen Regionen ausbauen, in denen große Einzelhändler oft auf Standorte verzichten.

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Migros hatte kürzlich beschlossen, sich aus Deutschland zurückzuziehen und seine Tegut-Märkte zum Verkauf anzubieten. Enso ergriff schnell die Initiative und konzentriert sich dabei auf kleinere Standorte, die von größeren Ketten wie Edeka, Rewe oder Aldi meist ignoriert werden. Das Unternehmen betreibt bereits fast 90 „Tante-Enso“-Filialen bundesweit, die das traditionelle Tante-Emma-Laden-Flair mit modernem Einzelhandel verbinden.

Ein Beispiel ist der neu eröffnete Markt im Lemgower Ortsteil Schweskau, nachdem Edeka dort seine Filiale geschlossen hatte. Der Laden führt nun regionale Produkte, darunter Eier und Kartoffeln, die vom stellvertretenden Bürgermeister geliefert werden. Anwohner treffen sich oft vor dem Geschäft zu Eis oder Kaffee – der Markt ist so zu einem sozialen Begegnungsort geworden.

Ensos Strategie zielt auf Gebiete ab, in denen der nächste Supermarkt mindestens fünf Kilometer entfernt liegt. Mit diesem Ansatz sichert das Unternehmen ländlichen Gemeinden den Zugang zu grundlegenden Einkaufsmöglichkeiten – und bewahrt dabei eine persönliche Note.

Sollten die Wettbewerbsbehörden die Übernahme genehmigen, wird Enso sein Filialnetz weiter ausbauen. Der Fokus auf unterversorgte ländliche Regionen schließt Lücken, die größere Konkurrenten hinterlassen. Die lokalen Bewohner profitieren so von bequemen Einkaufsmöglichkeiten und einem gemeindeorientierten Erlebnis.

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