02 May 2026, 14:05

Erster Mai in Wiesbaden: Solidarität und Familienfest in einem

Eine große Gruppe von Menschen marschiert bei einer Demonstration in Washington, D.C. am 21. Januar 2020 mit Schildern, Fahrrädern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Erster Mai in Wiesbaden: Solidarität und Familienfest in einem

Rund 400 Menschen versammelten sich in diesem Jahr am Kranzplatz in Wiesbaden, um den Ersten Mai zu begehen. Die Veranstaltung verband familienfreundliche Aktivitäten mit Forderungen nach Arbeitnehmerrechten und zog sowohl Aktivisten als auch lokale Familien an. Die Redner betonten die Notwendigkeit, hart erkämpfte Arbeitsstandards angesichts wachsender wirtschaftlicher Herausforderungen zu verteidigen.

Sascha Schmidt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) eröffnete die Kundgebung mit einer deutlichen Botschaft. Er warnte vor Debatten, die Sozialkürzungen und längere Arbeitszeiten fordern, und bezeichnete diese als direkte Angriffe auf die Rechte der Arbeitnehmer. Der Achtstundentag, so seine Argumentation, müsse unantastbar bleiben.

Marion Hackenthal, Bezirksvorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), griff diese Themen auf. Sie verurteilte die zunehmende Unsicherheit an Arbeitsplätzen und die ungerechte Belastung der Arbeiter- und Mittelschicht. Solidarität, betonte sie, sei das Fundament ihrer Rede.

Hackenthal wandte sich auch gesellschaftspolitischen Fragen zu und kritisierte rechtsextreme Bewegungen. Sie rief alle demokratischen Kräfte dazu auf, zusammenzustehen und den sozialen Zusammenhalt zu schützen. Nach den Reden verteilten sich die Teilnehmer auf verschiedene Orte in der Stadt, um Gespräche und Aktionen bis weit in den Tag hinein fortzusetzen.

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Die Veranstaltung selbst blieb offen und einladend. Kinder spielten in ausgewiesenen Bereichen, und ein Gesichtsmalstand sorgte für eine heitere Atmosphäre. Politische Parteien und lokale Organisationen gingen auf die Besucher zu und hielten die Stimmung lebendig, aber fokussiert.

Die Kundgebung endete mit einem klaren Appell, Arbeitsrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verteidigen. Redner wie Schmidt und Hackenthal unterstrichen, dass Errungenschaften wie der Achtstundentag nicht geschwächt werden dürften. Gleichzeitig zeigte die Mischung aus Aktivismus und Familienprogramm die breite Anziehungskraft der Veranstaltung in Wiesbaden.

Quelle