"Es reicht!": Hamburgs Protest für Opfer sexualisierter Gewalt und schärfere Gesetze
Paul FischerDemonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - "Es reicht!": Hamburgs Protest für Opfer sexualisierter Gewalt und schärfere Gesetze
"Es reicht!"-Protest in Hamburg: Demonstration für Opfer sexualisierter Gewalt und strengere Gesetze
Am 26. März um 17:30 Uhr findet in Hamburg eine Kundgebung unter dem Motto "Es reicht!" statt. Die Veranstaltung setzt sich für die Rechte von Betroffenen sexualisierter Gewalt ein und fordert bessere rechtliche Schutzmechanismen. Anlass sind aktuelle Vorwürfe, die eine breite öffentliche Debatte über digitale Gewalt und die Frage der Verantwortung ausgelöst haben.
Organisiert wurde die Demonstration von der SPD-Politikerin Annika Urbanski, unterstützt von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Ihr Aufruf folgt auf Medienberichte, in denen Fälle sexualisierter Gewalt thematisiert wurden – darunter die Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen den Schauspieler Christian Ulmen.
Ulmens Anwalt hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen Medien einzuleiten, da deren Berichterstattung seiner Ansicht nach "zu großen Teilen unzulässige Verdachtsberichterstattung" darstelle. Die Initiatorinnen der Kundgebung fordern unterdessen konkrete Konsequenzen für Täter:innen sowie bessere Hilfsangebote für Überlebende.
Stand 20. März 2026 gibt es in Deutschland noch keine neuen Gesetze oder politischen Initiativen als Reaktion auf die Debatte. Ein Kommentator der WELT hatte jedoch gefordert, die veralteten Regelungen zu Internetstraftaten – etwa bei Deepfakes oder dem Missbrauch von Identitäten in sexualisierten Kontexten – zu modernisieren. Als mögliches Vorbild wurde das strengere spanische Rechtssystem genannt.
Die Demonstration spiegelt die wachsende Unzufriedenheit über die mangelnden Fortschritte im Kampf gegen digitale Gewalt wider. Die Teilnehmenden wollen Druck auf die Verantwortlichen ausüben, um konkrete Maßnahmen für Gerechtigkeit und Prävention durchzusetzen.
In Hamburg werden sich Aktivist:innen, Betroffene und Unterstützer:innen versammeln, um Veränderung einzufordern. Während die juristischen Auseinandersetzungen mit Medienvertetern weiterlaufen, unterstreicht die Kundgebung die Dringlichkeit reformierter Gesetze und stärkerer Schutzmechanismen. Bisher gab es keine offiziellen politischen Reaktionen auf die öffentliche Empörung.






