12 April 2026, 14:08

EU verdreifacht nachhaltige Flugkraftstoffe – doch Airlines warnen vor Kostenexplosion

Weißer fetter Text "netto-null-Emissionen bis 2050" auf einem festen grünen Hintergrund.

EU verdreifacht nachhaltige Flugkraftstoffe – doch Airlines warnen vor Kostenexplosion

Europas Vorstoß für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) macht rasche Fortschritte: Der Anteil stieg 2024 auf 2 % – mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr mit nur 0,6 %. Neue Vorgaben sehen noch höhere Quoten vor, doch die Airlines warnen, dass strengere Ziele die Versorgung belasten und die Kosten in die Höhe treiben könnten.

Die EU hatte zunächst festgelegt, dass bis 2025 mindestens 2 % des Kerosins an Regionalflughäfen aus nachhaltigen Quellen stammen müssen. Dieses Ziel wurde nicht nur erreicht, sondern vermutlich sogar übertroffen, wie ein hochrangiger EU-Vertreter bestätigte. Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), betonte, dass Europa auf gutem Weg sei, die Vorgabe zu erfüllen oder sogar zu übertreffen.

Ab 2030 werden die Regeln noch strenger. Dann müssen synthetische nachhaltige Flugkraftstoffe (eSAF) bereits 1,2 % des gesamten Kerosinbedarfs decken, bis 2035 steigt dieser Anteil auf 5 %. Gleichzeitig erhöht sich die allgemeine SAF-Pflichtquote an Regionalflughäfen auf 6 % im Jahr 2030.

Die Vereinigung Airlines for Europe (A4E) fordert die Behörden auf, die eSAF-Vorgaben zu lockern – mit Verweis auf begrenzte Produktionskapazitäten und hohe Kosten. Die Europäische Kommission jedoch bleibt unnachgiebig: Die Ziele blieben bestehen. Ein EU-Vertreter verwies auf die bisherigen Erfolge als Beleg für ihre Machbarkeit und kündigte an, die Kommission werde sich für bessere Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit einsetzen.

Guillermet unterstrich diese Haltung und schloss Anpassungen der eSAF-Pflicht aus. Seine Aussagen decken sich mit denen des EU-Verkehrskommissars und signalisieren eine klare Verpflichtung zum bestehenden Zeitplan.

Trotz Widerstand aus der Branche hält die EU an ihren Nachhaltigkeitszielen für Flugkraftstoffe fest. Da sich der Einsatz innerhalb eines Jahres verdoppelt hat, sind die Verantwortlichen zuversichtlich, dass die Vorgaben weiteren Wachstumsschub bringen. Nun geht es darum, das Angebot mit der Nachfrage Schritt halten zu lassen – und gleichzeitig die Belastungen für die Airlines zu verringern.

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