EU-Zollreform 2026: Warum selbst Mini-Bestellungen aus Drittländern teurer werden
Heinz-Walter Koch IIEU-Zollreform 2026: Warum selbst Mini-Bestellungen aus Drittländern teurer werden
Online-Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU werden in den kommenden Jahren teurer. Ab November 2026 gelten neue Zollgebühren und Mehrwertsteuerregeln für Sendungen mit geringem Wert. Selbst kleine Bestellungen könnten dadurch deutlich mehr kosten.
Seit dem 1. Juli 2023 müssen Kundinnen und Kunden bereits höhere Preise für Bestellungen aus Drittländern zahlen. Doch eine noch größere Veränderung steht am 1. November 2026 bevor: Dann fällt eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie für Sendungen unter 150 Euro an. Zusätzlich kommt die Einfuhrumsatzsteuer hinzu – was den Endpreis weiter in die Höhe treibt.
Ein einfaches Handyhülle für 7 Euro könnte so nach Gebühren fast 20 Euro kosten. Die genaue Höhe der Abgabe legt die Europäische Kommission fest, und manche Kurierdienste könnten weitere Bearbeitungsgebühren für die Zollabwicklung erheben.
Ab etwa 2028 werden die Regeln noch strenger: Alle Sendungen – unabhängig vom Wert – unterliegen dann ab dem ersten Euro Zollgebühren. Innerhalb der EU bleiben die meisten Waren zwar zollfrei, ausgenommen sind jedoch Kaffee, Alkohol, Tabak und verwandte Ersatzprodukte. Verbraucher sollten vor dem Kauf, besonders bei unbekannten Händlern, die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen prüfen.
Die Änderungen machen den grenzüberschreitenden Einkauf außerhalb der EU deutlich teurer. Kundinnen und Kunden müssen künftig mit Zollgebühren, Mehrwertsteuer und möglichen Kurierkosten selbst bei kleinen Bestellungen rechnen. Die schrittweise Einführung beginnt 2026, die vollständige Umsetzung ist bis 2028 geplant.






