Exzellenzstrategie verlängert Elite-Förderung – Konstanz fällt aus dem Kreis
Paul FischerDrei Universitäten bleiben exzellent - Konstanz verliert Förderung - Exzellenzstrategie verlängert Elite-Förderung – Konstanz fällt aus dem Kreis
Exzellenzstrategie bestätigt Förderung für Spitzenuniversitäten bis 2027
Die deutsche Exzellenzstrategie hat die weitere Finanzierung ihrer führenden Forschungsuniversitäten bis 2027 bestätigt. Sieben Hochschulen behalten ihren Elite-Status, während die Universität Konstanz ihre Position verloren hat. Das Programm stellt derzeit jährlich 533 Millionen Euro bereit, ab 2026 steigt die Summe auf 687 Millionen Euro.
Die Entscheidung folgte einer Begutachtung durch den Wissenschaftsrat, unterstützt von einem internationalen Expertengremium. Bewertet wurden bisherige Forschungserfolge, langfristige Strategien sowie die Fortschritte seit 2019. Voraussetzung waren mindestens zwei Exzellenzcluster sowie starke Platzierungen in Rankings, Auszeichnungen und strukturelle Verbesserungen.
Die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Universität Tübingen erfüllten alle Kriterien. Das KIT etwa schuf fast 50 neue Professuren, verdreifachte die Tenure-Track-Stellen und erhöhte den Anteil weiblicher Wissenschaftlerinnen um ein Drittel. Diese drei Einrichtungen behalten ihren Status und ihre Förderung bis 2027.
Vier weitere Universitäten – die RWTH Aachen, die Universität Bonn, die TU Dresden und die Universität Hamburg – sicherten sich ebenfalls ihre Spitzenposition. Auch die Berliner Universitätsallianz sowie die LMU und die TUM München bleiben dabei. Die Universität Konstanz hingegen scheiterte an der erforderlichen Anzahl an Exzellenzclustern. Nach Prüfung der Unterlagen und eines Campusbesuchs entzog das Gremium ihr den Status und strich die Mittel.
Das Programm fördert künftig zehn Universitäten und ihre Forschungsverbünde. Die jährlichen Mittel steigen ab 2026 auf 687 Millionen Euro. Die nächste Evaluierung ist für 2027 geplant – dann müssen sich die Hochschulen erneut beweisen.