08 June 2026, 06:01

Fahimi attackiert Regierungspläne: "Sparpolitik erwürgt die Binnennachfrage"

DGB-Chefin vor Spitzentreffen im Kanzleramt: Regierung geht mit Reformplänen in die falsche Richtung

Fahimi attackiert Regierungspläne: "Sparpolitik erwürgt die Binnennachfrage"

Yasmin Fahimi, eine führende Persönlichkeit der deutschen Gewerkschaftsbewegung, hat die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Die gegenwärtige Konzentration auf radikale Kürzungen ohne tiefgreifende Strukturreformen bezeichnete sie als „völlig verfehlt“. Ihre Äußerungen fallen kurz vor einem entscheidenden Treffen zwischen Spitzenvertretern der Koalition, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden an diesem Mittwoch.

Die zur Diskussion stehenden Reformvorschläge zielen ausschließlich auf Sparmaßnahmen und Ausgabenkürzungen ab. Fahimi warnte, solche Schritte würden die „Binnennachfrage erwürgen“ und sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte schädigen. Pauschallösungen lehnte sie ab – darunter einen Plan, Steuerentlastungen durch eine pauschale Kürzung aller staatlichen Subventionen um einen festen Prozentsatz zu finanzieren. Dies nannte sie „völliger Unsinn“.

Die Gewerkschaften bereiten sich darauf vor, im Rahmen des Treffens eigene Reformideen vorzulegen. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Belastung für Unternehmen zu verringern und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu stärken. Fahimi schlug vor, finanzielle Unterstützung stattdessen gezielt an Unternehmen zu richten, die in ihre Betriebsstätten investieren, stabile Arbeitsplätze schaffen oder auf Klimaneutralität umstellen.

Die Christlich Demokratische Union (CDU/CSU) und die Sozialdemokratische Partei (SPD) hoffen, die Hauptpunkte der Reformen bis Ende Juni oder Anfang Juli finalisieren zu können. Fahimi betonte, dass unkoordinierte Maßnahmen oder undifferenzierte Kürzungen die eigentlichen Probleme der Wirtschaft nicht lösen würden.

Bei den Gesprächen am Mittwoch kommen Spitzenpolitiker der Koalition, Gewerkschaftsvertreter und Wirtschaftsverbände zusammen. Das Ergebnis könnte die wirtschaftliche Ausrichtung Deutschlands in den kommenden Monaten prägen. Fahimis Kritik unterstreicht die tiefen Gräben bei der Frage, wie fiskalische Verantwortung mit nachhaltigem Wachstum in Einklang zu bringen ist.

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