12 April 2026, 12:03

FDP blockiert Bebauung der Bremer Galopprennbahn – und fordert grüne Oase statt Beton

Gruppe von Menschen auf Pferden vor einem Gebäude mit Bäumen und Wolken im Hintergrund, Text unten lautet "Doncaster Races, Race for the Great Stakes, 1839".

FDP blockiert Bebauung der Bremer Galopprennbahn – und fordert grüne Oase statt Beton

Die Bremer FDP hat sich gegen Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn der Stadt ausgesprochen. Parteivertreter argumentieren, dass das 30 Hektar große Gelände zu einem grünen Erholungs-, Sport- und Kulturraum werden solle – und nicht zu einem weiteren Bauprojekt. Ihre Haltung folgt auf jahrelange Debatten über die Zukunft des Areals.

2019 hatten Bremer Wähler Vorhaben zur Bebauung des Rennbahn-Geländes mit Wohnungen in einem Referendum abgelehnt. Das Ergebnis spiegelte eine breite Unterstützung für den Erhalt der Freifläche wider. Nun wirft die FDP dem Senat vor, diese Entscheidung zu ignorieren.

Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, kritisierte das Vorgehen der Regierung scharf. Er warf den Verantwortlichen vor, den aktuellen Verwilderungszustand des Geländes als Argument für eine Bebauung zu nutzen – trotz des früheren öffentlichen Widerstands. Die Partei besteht darauf, dass die Fläche als grüne Oase erhalten bleiben solle, mit Sportanlagen, kulturellen Veranstaltungen und zugänglicher Natur.

Humpich hinterfragte zudem die Logik des Senats und verwies auf dessen eigene Klimaschutz- und Hitzeanpassungsstrategien. Eine Versiegelung des Areals stehe im Widerspruch zu diesen Zielen, so der Politiker. Stattdessen schlägt die FDP ein kooperatives Modell vor, bei dem private Partner die Finanzierung und Pflege des Geländes übernehmen.

Die Liberalen sehen in den 30 Hektar eine seltene Chance für den Osten Bremens. Statt das Gelände als Verhandlungsmasse für Investoren zu nutzen, soll es langfristig den Anwohnern zugutekommen. Ihre Vision umfasst Spielplätze, Spazierwege und Open-Air-Veranstaltungsorte – alles konzipiert, um die Fläche grün und nutzbar zu halten.

Der FDP-Plan würde die ehemalige Rennbahn in einen vielseitig nutzbaren öffentlichen Raum verwandeln. Ihr Widerstand setzt den Senat unter Druck, seine Bebauungspläne zu überdenken. Vorerst bleibt die Zukunft des Geländes ungewiss, beide Seiten halten an ihren Positionen fest.

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