FIFA-Ticketpreise für WM 2026: Politiker fordern faire Chancen für alle Fans
Emma KochFIFA-Ticketpreise für WM 2026: Politiker fordern faire Chancen für alle Fans
Deutsche Politiker haben die Ticketpreise der FIFA für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft scharf kritisiert. Aydan Özoğuz, Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestags, bezeichnete die Kosten als überzogen und unvertretbar. Selbst die offiziellen Weiterverkaufspreise hätten astronomische Höhen erreicht und schlossen damit viele treue Fans aus.
Özoğuz nannte die Preispolitik der FIFA "absurd" und warf dem Verband vor, das Turnier zu einer exklusiven Veranstaltung für Wohlhabende zu machen. Sie verwies auf vier Tickets für das Endspiel, die auf der offiziellen FIFA-Weiterverkaufsplattform angeboten wurden – jedes für fast zwei Millionen Euro. Solche Summen, so Özoğuz, machten die WM für normale Fans unerreichbar.
Die Abgeordnete forderte die FIFA auf, die Preise zu senken, und verlangte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), sich im FIFA-Rat für Reformen einzusetzen. Unterstützung erhielt sie von Stephan Mayer, sportpolitischem Sprecher der CDU/CSU-Fraktion. Auch Mayer rief den DFB dazu auf, sich für einen fairen Zugang einzusetzen, damit leidenschaftliche Anhänger die Spiele ohne finanzielle Überlastung besuchen können.
Bezahlbare Tickets bleiben Mangelware, sodass viele Fans das Turnier nicht live erleben können. Beide Politiker betonten, dass Fußball für alle offen bleiben müsse – und nicht nur für diejenigen mit dicken Geldbeuteln.
Die Forderungen nach Veränderungen setzen die FIFA unter Druck, ihre Preispolitik zu überprüfen. Vom DFB wird nun erwartet, in den anstehenden Verhandlungen die Interessen der Fans zu vertreten. Ohne Kurskorrektur, warnen Kritiker, drohe die WM zu einer Veranstaltung nur für eine privilegierte Minderheit zu werden.






