Frankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensgebung
Lukas HoffmannFrankfurter Gymnasium ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Namensgebung
Frankfurter Schule nach Holocaust-Überlebender Margot Friedländer umbenannt
Das Neue Gymnasium Frankfurt trägt ab sofort den Namen Margot-Friedländer-Gymnasium – eine erste Würdigung dieser Art in Hessen. Die Umbenennung ehrt ihr lebenslanges Engagement, über die Verbrechen der Nationalsozialisten aufzuklären und Toleranz zu fördern.
Margot Friedländer überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt und wurde später zu einer bedeutenden Zeitzeugin. Mit ihren Erzählungen setzte sie sich für ein respektvolles Miteinander und die Einhaltung der Menschenrechte ein. Nach ihrem Tod im Mai 2025 gewannen die Bestrebungen, ihr Vermächtnis zu bewahren, an Fahrt.
Im Dezember 2025 verlieh ihr Hessens Ministerpräsident Boris Rhein posthum die Wilhelm-Leuschner-Medaille, die höchste Auszeichnung des Landes. Er regte zudem die Umbenennung der Schule an, um ihr Andenken im schulischen Alltag lebendig zu halten. Bildungsminister Armin Schwarz unterstützte den Vorschlag und bezeichnete ihn als „starkes Signal für das Schulsystem“.
Rhein betonte zudem die zentrale Rolle von Schulen im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus. Sie müssten demokratische Werte und historisches Bewusstsein vermitteln. Die Schule hat sich verpflichtet, Friedländers Erbe in den Unterricht und das Schulleben zu integrieren.
Mit der offiziellen Umbenennung in Margot-Friedländer-Gymnasium bleibt ihr Einsatz für Humanität und Toleranz dauerhaft präsent. Die Initiative unterstreicht zugleich Hessens Entschlossenheit, das Gedenken an die Überlebenden des Holocaust wachzuhalten.
