Fraport-Flughäfen verzeichnen Passagierplus – doch Frankfurt kämpft mit Streiks und Wetterchaos
Paul FischerFraport-Flughäfen verzeichnen Passagierplus – doch Frankfurt kämpft mit Streiks und Wetterchaos
Passagierzahlen an Fraport-Flughäfen weltweit stiegen im Februar – Frankfurt hält sich stabil, kämpft aber mit Streiks und Wetterkapriolen
Im Februar verzeichneten die Flughäfen des Fraport-Konzerns weltweit ein Passagierplus, wobei einige Standorte ein deutliches Wachstum verbuchen konnten. Der Flughafen Frankfurt hingegen blieb bei stabilen Zahlen, sah sich jedoch mit betrieblichen Herausforderungen durch Streiks und wetterbedingte Störungen konfrontiert.
Insgesamt fertigte die Gruppe im Februar 8,7 Millionen Reisende ab – ein Anstieg um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Der Flughafen Frankfurt bediente im Februar 3,9 Millionen Passagiere und erreichte damit das Niveau von 2023. Trotz dieser Stabilität sank die Zahl der Starts und Landungen um 2,9 Prozent auf 29.320 Bewegungen. Auch das Gesamtgewicht der abfliegenden Flugzeuge verringerte sich um 2,4 Prozent auf etwa 1,9 Millionen Metriertonnen. Beim Frachtaufkommen gab es hingegen ein Plus von 4,8 Prozent auf über 159.000 Metriertonnen.
Streiks und extremes Wetter sorgten für weitreichende Beeinträchtigungen. Allein der Pilotestreik bei der Lufthansa am 12. Februar führte zur Streichung von mehr als 800 Flügen, wodurch rund 100.000 Passagiere betroffen waren. Zusätzliche wetterbedingte Probleme erhöhten die Zahl der beeinträchtigten Reisenden auf etwa 70.000, wobei genaue Angaben zu Umbuchungen oder Entschädigungen noch ausstehen.
An anderen Standorten des Fraport-Netzwerks fiel das Wachstum deutlicher aus. Die 14 griechischen Flughäfen, die von der Gruppe betrieben werden, verzeichneten einen Anstieg um 9,1 Prozent und fertigten 720.587 Passagiere ab. Der Flughafen Ljubljana erzielte ein Plus von 17,2 Prozent, während der Flughafen Lima ein Passagierwachstum von 4,2 Prozent auf 2,0 Millionen Reisende verbuchte. Die brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre legten gemeinsam um 14,7 Prozent zu und erreichten 1,1 Millionen Passagiere.
Die globale Passagierzahl von Fraport stieg im Februar um 3,1 Prozent, getrieben von starken Zuwächsen in Griechenland, Slowenien, Peru und Brasilien. Der Flughafen Frankfurt hielt seine Passagierzahlen stabil, hatte jedoch mit betrieblichen Rückschlägen durch Streiks und Wetter zu kämpfen. Das Frachtwachstum bildete einen positiven Kontrast zum Rückgang bei Flugbewegungen und Flugzeuggewicht.