Freiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld."
Caren PaffrathFreiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld."
Die Stadt Freiburg hat eine neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt gestartet. Die Initiative unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ thematisiert die alltägliche Realität von Misshandlung, der Frauen, Kinder, queere und trans Personen ausgesetzt sind. Ziel ist es, Betroffene zu stärken und auf die vorhandenen Hilfsangebote aufmerksam zu machen.
Die Kampagne wird in ganz Freiburg durch Plakate, soziale Medien und weitere öffentliche Aktionen sichtbar sein. Im Fokus stehen verschiedene Formen von Gewalt – von häuslicher Gewalt über digitale Belästigung bis hin zu Übergriffen im öffentlichen Raum. Alle Materialien enthalten klare Hinweise zu Beratungsstellen und Unterstützungsangeboten für Betroffene.
Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, erläuterte die Ziele der Kampagne. Sie betonte, dass Gewalt viele Gesichter habe und dass die Sensibilisierung der Öffentlichkeit entscheidend sei, um Veränderungen anzustoßen. Oberbürgermeister Martin Horn ergänzte, dass die Initiative Betroffene ermutigen solle, sich zu melden, und Teil einer umfassenderen Strategie sei, die gemeinsam mit lokalen Gruppen entwickelt wurde.
Die Mekriba-Stiftung, die sich für Prävention und Opferschutz einsetzt, unterstützt die Kampagne. Sie steht zudem im Einklang mit der Istanbul-Konvention, die Regierungen verpflichtet, geschlechtsspezifische Gewalt systematisch zu bekämpfen und den Schutz gefährdeter Personen zu verbessern.
Die Kampagne bietet Betroffenen sichtbare Unterstützung und fördert gleichzeitig das öffentliche Bewusstsein für das Thema. Sie ermöglicht direkten Zugang zu Hilfsangeboten für alle, die von Gewalt betroffen sind. Die Stadt hofft, dass diese Initiative Vorurteile abbaut und mehr Menschen ermutigt, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
