Freiburgs Knopfhäusle-Viertel wird zum Vorbild für nachhaltigen Denkmalschutz
Emma KochFreiburgs Knopfhäusle-Viertel wird zum Vorbild für nachhaltigen Denkmalschutz
Freiburgs historisches Knopfhäusle-Viertel durchläuft einen tiefgreifenden Wandel
Die im 19. Jahrhundert als Arbeiterwohnungen für Fabriksarbeiter erbaute Siedlung wird nun saniert, um Denkmalschutz, Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit in Einklang zu bringen. Die neuesten Fortschritte präsentierte die Stadtimmobilien Freiburg GmbH am 27. März 2026.
Ziel des Sanierungsprojekts war es von Anfang an, den Charakter des Viertels zu bewahren und gleichzeitig den Energieverbrauch deutlich zu senken. Seit 2022 sind die ersten modernisierten Wohnungen wieder bezogen – mit einem Ergebnis: Der Energieverbrauch in diesen Apartments ist bereits um etwa 45 Prozent gesunken.
Mittlerweile nähert sich das Vorhaben der Zielgeraden. Die dritte Phase, die sich auf die sogenannten Meisterhäuser konzentriert, ist fast abgeschlossen. Die vierte und letzte Bauetappe wird voraussichtlich bis Ende 2026 andauern. Nach Fertigstellung stehen rund 100 modernisierte Wohnungen zur Verfügung, deren Mieten unter dem Freiburger Durchschnitt liegen sollen.
Besonderes Augenmerk lag darauf, den Zusammenhalt im Viertel zu stärken. Ehemalige Bewohner erhielten die Möglichkeit, in ihre sanierten Wohnungen zurückzukehren, was die bewährten Nachbarschaftsstrukturen erhalten hilft. Für ihren gelungenen Ansatz wurde das Projekt 2025 mit einem bundesweiten Förderpreis ausgezeichnet.
Die Sanierung des Knopfhäusle-Viertels zeigt, wie zeitgemäßer Wohnraum entstehen kann, der die Geschichte des Ortes bewahrt. Mit geringeren Energiekosten und sozialverträglichen Mieten setzt das Vorhaben Maßstäbe für die Verbindung von Denkmalschutz, Klimaschutz und sozialer Verantwortung. Die letzten Wohnungen sollen bis Ende 2026 bezugsfertig sein.






