30 June 2026, 08:08

Fürther Jugendrat fordert "Hilfe statt Strafe" gegen Jugendgewalt und Armutskriminalität

"Hilfe statt Strafe": Fürther Jugendrat stellt Antrag im Ausschuss

Fürther Jugendrat fordert "Hilfe statt Strafe" gegen Jugendgewalt und Armutskriminalität

Der Fürther Jugendrat hat einen Antrag vorgelegt, der Gewalt nicht mit Bestrafung, sondern mit Unterstützung begegnen will. Unter dem Titel „Hilfe statt Strafe – Gemeinsam gegen Gewalt“ wird die Vorlage am 1. Juli 2023 beraten. Das Ziel des Antrags ist es, der wachsenden Besorgnis über Gewalt – insbesondere sexualisierte und geschlechtsspezifische Straftaten – entgegenzuwirken.

Ursprünglich entstand der Antrag im Rahmen einer Diskussion über Schwarzfahren im Öffentlichen Nahverkehr. Mittlerweile rückt er vor allem junge Menschen in den Fokus, die aus Armut Straftaten begehen. Der Jugendrat setzt sich dafür ein, diesen Personen gezielte Hilfe statt Strafen zukommen zu lassen.

Um Gewalt zu reduzieren, schlägt der Rat die Einführung von Streetwork und mobilen Jugenddiensten vor. Zudem fordert er eine frühzeitige Einbindung der Jugendhilfe in Strafverfahren. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einrichtung einer zentralen Meldestelle für Opfer sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt, die allen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern offensteht.

Um den Bedarf für ein solches Angebot zu prüfen, regt der Jugendrat an, zunächst ein Meldesystem im Probebetrieb einzuführen – und zwar ohne zusätzliche Personalstellen zu schaffen.

Der Antrag wird am 1. Juli 2023 offiziell beraten. Er zielt darauf ab, den Fokus von Bestrafung auf Prävention und Unterstützung zu verlagern. Sollte er angenommen werden, könnte er die Art und Weise verändern, wie die Stadt mit Jugendkriminalität und Gewalt umgeht.

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